13 Semester

© 20th Century Fox

Bunt ist das Studentenleben - Gute Filme, die das studentische Dasein und das Lebensgefühl der Twens einzufangen wissen, sind rar gesät. Dabei bietet dieses Leben zwischen persönlichen Nöten, Liebe, Partys und Auslandssemester viel Stoff fürs Kino. Mit "13 Semester" schickt sich eine deutsche Produktion an, es für die Leinwand festzuhalten.

Im Mittelpunkt steht Momo (Max Riemelt) und sein Kumpel Dirk (Robert Gwisdek). Die beiden ziehen nach dem Abi von der Provinz nach Darmstadt. Wirtschaftsmathematik soll ihr Leben in den nächsten Jahren beherrschen. Doch während Dirk die Tage an der TU verbringt, kommt Moritz die Liebe in Form von Kerstin (Claudia Eisinger) entgegen. Moritz entfernt sich immer mehr von dem zielstrebigen Dirk, läßt sich vom Müßiggang seines Mitbewohners Bernd (Alexander Fehling) anstecken und irgendwann ist die Semesterzahl auf seinem Studentenausweis zweistellig. Und doch will er am Tag seiner Abschlußprüfung keines seiner Erlebnisse missen.

Obwohl Plakat und Trailer eher in Richtung Klamotte schielen, ist "13 Semester" eine erfreulich ernste Angelegenheit geworden. Die Reflexion der Hauptfigur über das eigene Tun wirkt nicht aufgesetzt und ist lebensnah. Glaubwürdigkeit erfährt die Geschichte nicht zuletzt durch Max Riemelt, der hier erneut als sympathischer Durchschnittstyp überzeugt. Auch wenn sich Moritzs finanzielle Probleme allzu leicht in Luft auflösen und von knappem BaföG und horrenden Studiengebühren nie die Rede ist, weiß "13 Semester" durchaus die Gegenwart deutscher Studenten einzufangen und dabei noch auf prächtige Art und Weise zu unterhalten.
 
von Lars Tunçay
 

Start: 7. Januar 2010

Verleih: 20th Century Fox