15 Days

Cathrin, Mike und Bernhard verstehen sich als moderne Robin Hoods. - Oder steckt hinter ihren Taten doch ein bißchen Spaß am Nervenkitzel? Sie dringen in Museen ein, die allgemein als hochsicher gelten, klauen was nicht niet- und nagelfest ist, versteigern das Diebesgut und spenden den Erlös für wohltätige Zwecke. Bisher ging die Rechnung des Trios immer auf. Nur scheinen sie sich dieses Mal wohl mit den falschen Leuten eingelassen zu haben und zu allem Überfluß geraten sie in einem Mordfall unter Verdacht, den Ermittler Jack Stern gerade genauestens untersucht.

"15 Days" ist ein klassisches Point & Click-Adventure, in dem die Story mehr als das Lösen von Rätseln im Vordergrund zu stehen scheint. Der Spieler schlüpft abwechselnd in die Rollen von Cathrin, Mike, Bernhard oder in die des Ermittlers Jack, spricht mit den verschiedensten Personen und löst hin und wieder ein Rätsel. Klingt profan? - Ist es auch. Ein gutes Adventure lebt unter anderem von einer ausgewogenen Mischung aus spannender Erzählweise und herausfordernden Rätseln.

Unter Berücksichtigung dieser Faktoren muß man leider sagen, daß "15 Days" nicht zu den besten Spielen des Genres zählt. Keine Frage, es verfügt über eine spannende Geschichte, die durchaus ansehnlich in Szene gesetzt wurde, dennoch fühlt man sich als Spieler zu oft allein gelassen. Schade, daß die Entwickler von solch großartigen Adventure-Spielen wie: "Moment of Silence" oder "Overclocked" es mit "15 Days" nur sehr begrenzt geschafft haben, ein dauerhaft fesselndes Spiel zu präsentieren.

Wer dennoch auf schnörkellose Rätselkost mit einer spannenden Geschichte steht, darf sich das Abenteuer rund um das Diebestrio getrost einmal näher betrachten.


Preis: ca. 40 Euro

Vertrieb: dtp entertainment AG