Academixer-Sommerkabarett im Paulaner

© Academixer

"Dynnamid im Bluhd" "Mir wer´n ihn schon noch mal die Knochen brechen, mir ham', wenn’s sein muss, Dynnamid im Bluhd! Nur Muhd!", so dichtete einst ein sächsischer Klassiker. Dabei soll der Sachse doch so friedfertig sein. – Ja, aber seine Fantasie führt zuweilen zu Drohungen! Da ist nicht alles so gemeint, wie es ausgerufen wird, wenn die beiden Leipzigerinnen Barbara Trommer und Anke Geißler auf der Bühne stehen. Sie könnten – nach Lebensjahren – Mutter und Tochter sein.

"Wir machen ein modernes Sachsen-Programm, nur hier und da kommt mal ein Gedicht oder Lied von Lene Voigt vor", erzählt Anke Geißler schon vorab. Die gute Lene hat sich zu allem Möglichen geäußert und schrieb eben auch "De Gaffeeganne", "De alde Waschfrau", "Dr Jinglink am Bache", "Freehliche Gonjunktur“ und "Dr Wäcker". Ansonsten stammen die Texte von Julie Bukowski, Anke Geißler, Conny Molle, Ralf Bärwolff, Stephan Schwarz.

"Es ist ein Kabarettprogramm im sächsischen Dialekt", wirbt Anke Geißler. Klar, dass das Programm dann auch in die Academixer-Heimstatt in der Kupfergasse übernommen wird. Dort gibt es ab 11. September eine Festwoche zum 45. Academixer-Geburtstag im rundum vom Treppenhaus bis zu den Art-déco-Glitzerfliesen denkmalpfegegerecht geputzten und restaurierten Saal mit Marcel-Breuer-Bauhaus-Gestühl.

Tom Pauls, Reiner Kröhnert und Frank Lüdecke gratulieren mit ihren Programmen und das Academixer-Ensemble liest aus der neuen Buchausgabe von Jürgen Harts "Unglaublicher Geschichte Sachsens". Requisiten aus dem Fundus werden am 18. September ab 11 Uhr versteigert. Danach gibt es Kino mit guten alten Academixer-Programmen. Und dann werden ab 16 Uhr noch einmal alle 45 Nummern durchgespielt aus dem (sonst nach spontaner Szenenwahl aussortierten) Programm "Das Beste wird’s sein".

von Karsten Pietsch