Buddenbrooks

- © Warner
Ein Geschäft von einiger Größe - Der mit dem Nobelpreis für Literatur gekrönte Roman von Thomas Mann über Aufstieg und Fall einer Lübecker Kaufmannsfamilie kommt jetzt mal wieder auf die große Leinwand. Regisseur Heinrich Breloer, bisher eher im TV statt im Kino auffällig, baut seinen Film liebevoll um die zentrale Figur Tony Buddenbrook, die Tochter des Patriarchen - bzw. um Jessica Schwarz, die sie darstellt.
Leinwände und Bücher sind naturgemäß aus unterschiedlichen Materialien, so wird dem geneigten Literaten vielleicht die eine oder andere Szene vereinfacht vorkommen. Jedoch erwartet uns opulentes - von der Medienförderung großzügig bedachtes - Historienkino mit liebevollem Szenenbild und großen Namen.
Für Leinwandlegende Armin Mueller-Stahl verzeihen wir auch Iris Berben. Wenn bis zum Filmstart am ersten Weihnachtstag auch in den Kopien keine Mikrofone mehr zu sehen sind, bietet sich dem Kinogänger ein großes Stück deutscher Literatur angenehm in bewegten Norddeutschen Bildern verpackt. Daran dürfte nicht nur ein bekannter Goldene-Kamera-Verweigerer aus dem Literaturbereich seine Freude haben. Und warum soll Kino nicht auch einmal an die Literatur heranführen?
von Thomas Lenck
Start: 25. Dezember 2008
Original: Buddenbrooks
Genre: Romanverfilmung
Dauer: 150 Minuten
Verleih: Warner

