CD des Monats: Nektar - Book Of Days

© Bellaphon Records

Die britische Band Nektar war in den 70er Jahren eine der ganz großen Bands des Prog-Rock - sie wurden in einem Zug mit Pink Floyd genannt, ihr Debüt "Journey Through The Center Of The Eye" ist ein Meilenstein und ihre frühen Alben haben bis heute absoluten Kultstatus. Sie hatten immer den Anspruch, ihre psychedelischen Prog-Alben auch visuell umzusetzen und dadurch waren ihre Konzerte legendär. In den frühen 80er Jahren löste sich die Band leider auf und erst im Jahr 2001 meldeten sie sich zurück mit dem Album "The Prodigal Son" - eher ein Rock-Album. Egal, die Prog-Gemeinde freute sich und gab den Jungs genug Mut, weiterzumachen. 2004 folgte die überall hoch gelobte Scheibe "Evolution", ein Werk, daß sich mehr an dem ursprünglichen Prog-Sound der Band orientierte.

"Book Of Days" ist nun ein Space-Rock-Album geworden. Einziger Kritikpunkt an Roye Albrighton ist, daß man dem neuen Werk durch den etwas nach Demo klingenden Low Budget-Drumcomputer-Sound keinen Gefallen getan hat - da hätte er doch seinen Live-Schlagzeuger Ron Howden (der neben Roye eh einziger aus der Ur-Besetzung stammt) ins Studio einladen sollen. Die Titel hingegen sind erste Sahne. Der zweite Track "King Of The Deep" und der vierte "Doctor Kool" sind Longtracks mit tollen Stimmungsbögen und typischen Rhythmus- und Tempi-Wechseln, die Prog-Fan gefallen.

von Christian Nóvé


Plattenfirma: Bellaphon Records