Das Neue, so merkwürdig... von Thomas Freitag

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Hanns Eisler, John Lennon. Die Gespräche! - London im Januar 1962. Der Eine ist knapp 64, weltgewandter "Komponist der Arbeiterklasse" und ein persönlicher Freund Berthold Brechts. Der Andere ist 21 und steht einen Atemzug davon entfernt, bekannter zu werden, als Jesus.Leider lernt der Beatles-Laie nicht viel aus "Das Neue, so merkwürdig...", denn John Lennons Ansichten zu Gott, der Welt, und ihrer Musik sind weithin bekannt. So ist also Eisler der interessantere Part.

Aber auch er kommt nur gelegentlich an das heran, was der nicht-intendierte Leser erwarten dürfte, denn die wirklichen "Nähkästchen-Plaudereien" finden sich nur vereinzelt, versteckt zwischen den gegenseitigen Lobhudeleien der beiden Musiker. Wenn man sie jedoch findet, sind es durchaus faszinierende und aufrichtige Einblicke.

Im Fazit ist "Das Neue, so merkwürdig..." nur etwas für eingefleischte Lennon-Fans oder Musikwissenschaftler; für den unbedarfen Laien aber wenig empfehlenswert. Daran kann auch das Nachwort von Tony Sheridan nicht viel ändern.

von Steffen Kutzner


Verlag: Neues Leben