Der fantastische Mr. Fox

© 20th Century Fox

Pensioniertes Schlitzohr - Roald Dahl zählt zu den beliebtesten Buchautoren des Zwanzigsten Jahrhunderts. Seine wundervoll schrägen und phantasievollen Geschichten sind vor allem im englischen Sprachraum bekannt. Auf der Leinwand waren Dahls Welten schon einige Male zu sehen.

Auch Wes Anderson hegt eine Vorliebe für den walisischen Autor und hat mit "Der fantastische Mr. Fox" nun seinen ersten Film nach Dahls Motiven inszeniert. Der US-Regisseur bewies seine Liebe zum Verschrobenen zuletzt mit dem wundervollen "Darjeeling Limited" und widmet sich nun gänzlich neuen Ufern: dem Animationsfilm. Doch statt auf modernste 3D-Computertechnik zu setzen, verleiht er seiner Version eine angenehm altmodische Note - mit Puppentrick und Stop-Motion.

Ein bewegtes Leben hat der titelgebende Held bereits hinter sich. Als landbekannter Hühnerdieb machte er sich einen Namen und hängte für seine Frau und ihren Sohn Ash seine Passion an den Nagel. Jetzt lebt er ein ruhiges Leben im Bau und arbeitet nebenher als Kolumnist für die örtliche Zeitung. Doch seine Nachbarn, die reichen Bauern Grimm, Gräulich und Grob, die die größte Geflügelzucht des Landes ihr Eigen nennen, verführen ihn früher oder später, erneut auf Beutezug zu gehen. Gemeinsam mit seinem Freund, dem Opossum Kylie, plant er den Raubzug.

Dahls Universum und das von Anderson gehen eine Liebesbeziehung ein: liebenswerte Figuren in einer mit viel Liebe zum Detail gestalteten Welt - auf charmante Art weckt "Der fantastische Mr. Fox" das Kind in uns.
 
von Lars Tunçay


Start: 13. Mai 2010

Genre: Trickfilm

Dauer: 87 Minuten

Verleih: 20th Century Fox