Eat Pray Love

© Sony

Selbstfindungstrip - Elizabeth Gilbert hat mit ihrem Bestseller "Eat Pray Love" für ein neues Bewußtsein bei vornehmlich amerikanischen Frauen gesorgt. Sie hinterfragte die Ziele ihres Lebens, nahm ihren Tagesablauf kritisch unter die Lupe und stieg kurzerhand aus, um die Welt zu umrunden auf der Suche nach dem Glück. Damit traf sie den Nerv von Millionen Menschen weltweit, zu denen sicherlich noch einige mehr kommen werden, denn Ryan Murphy ("Krass") hat daraus einen Film gemacht.

Gespielt wird Liz Gilbert von Julia Roberts. Sie verkörpert die Unruhe einer Frau, die alles zu haben scheint einen guten Job, ein Haus, einen Ehemann aber dennoch nicht glücklich ist. Eine innere Unruhe treibt sie voran. Frisch geschieden und am Scheideweg nimmt sie den Pfad zur Weisheit, der sie von Italien, über Indien bis nach Bali führt. Auf ihrer Reise entdeckt sie die Liebe zum Essen, die Liebe zum Leben und die Liebe ihres Lebens und kommt zu sich.

Die exotischen Schauplätze sorgen für berauschende Bilder. Eddie Vedder, der schon die Selbstfindungsreise von Chris McCandless in "Into The Wild" begleitete, singt den passenden Soundtrack. Auf dem Weg treffen wir auf Billy Crudup ("Watchmen"), James Franco ("Spider Man") und Richard Jenkins ("The Visitor"). Der freigeistliche Gedanke ist fremd für die westliche Welt und besonders das christliche Amerika reagiert mit Abwehrhaltung. Wer sich jedoch für eine alternative Lebensweisheit interessiert und das sind hierzulande immer mehr für den ist "Eat Pray Love" eine Reise ans Ziel.
 
von Lars Tunçay
 

Start: 23. September 2010

Genre: Drama

Länge: 131 Minunten

Verleih: Sony