Hangover

- © Warner Bros.
Auf der Strecke geblieben - Der eine oder andere wird es kennen: eine durchgezechte Nacht liegt hinter einem und am nächsten Morgen kommt die Erinnerung nur bruchstückhaft zurück ins Bewußtsein. Für die Freunde Phil, Stu und Alan ist das Erwachen eine besonders schmerzhafte Angelegenheit: was machen ein Huhn, ein Tiger und ein Baby im Hotelzimmer und wo ist ihr Kumpel Doug abgeblieben? So macht das chaotische Trio sich daran, die vorangegangenen Ereignisse zusammenzupuzzlen.
Der Nacht ging Dougs Junggesellenabschied voraus. Dazu sind die vier in die Vergnügungsmetropole Las Vegas gefahren - ein Höllenschlund, der schon viele Filmfiguren verschluckte. Mit dem Morgen danach beginnt eine haarsträubende Odyssee durch den Spielermoloch. Währenddessen wartet die Braut daheim auf den verlorenen Zukünftigen.
Regisseur Todd Philips schickte bereits vor neun Jahren einen Männertrupp auf ROAD TRIP und landete damit einen Überraschungserfolg. Das gelang ihm mit HANGOVER erneut. Wochenlang belegte die Komödie den vordersten Platz der US-Kinocharts.
Das Erfolgsgeheimnis ist so einfach wie genial: HANGOVER ist schlicht und ergreifend saukomisch! Erfrischende, unverbrauchte Darsteller und viel Situationskomik zeichnen ihn aus, wobei es Philips dankenswerterweise vermeidet, sich allzu schlüpfrig unterhalb der Gürtellinie zu bewegen. Seine Protagonisten sind nun im heiratsfähigen Alter und auch der Humor ist wesentlich erwachsener. Ein charmanter Höllentrip, der sich durchaus mit den genialen Komödien von Judd Apatow (SUPERBAD) auf Augenhöhe bewegt.
von Lars Tunçay
Start: 23. Juli 2009
Genre: Chaos-Komödie
Dauer: 100 Minuten
Verleih: Warner Bros.

