Helge Nitzschke: Die Sehnsucht nach der reinen absoluten Musik

© Helge Nitschke

Er ist nicht laut. Helge Nitzschke gehört eher zu denen im Hintergrund funktionierender Ensembles. "Moll war immer mein Lieblingstongeschlecht. Unter den Kinder- und Volksliedern mochte ich die traurigen und diese waren in der Minderzahl."

Er spielte und spielt bei Indigo Blue, den Rockkelchen, Thor, Jetzt - oder als Bühnenpartner von Tröndle & Callenbach im Frosch Café, im Krystallpalastvarieté und beim Erfolgsprogramm „Femme Totale“ und ist nun festes Mitglied der Kabarett-Funzel-Garde. Daneben ist aber sein neues Schmuckstück GLISSA zusammen mit Franz Belger Hauptbetätigungsfeld seiner Gefühle: „Es geht um Freiheit. Die Musik soll in die Tiefe. Zu graben gibts genug.

Glissa (von ital.: glissando, gleitend, eine stufenlose Verbindung zwischen zwei Tönen beschreibend) als Name ist Programm: Wir sind unterwegs im Unendlichen, halten wir inne, können wir überall sein auf unserem Weg.“ Das klingt eigen. Ist es auch. So wie Helge selber. Er studierte Klassik und Klavier und ließ sich prägen von Mozart, Grieg und den Beatles, später Debussy, Schostakowitsch und Genesis.

"Sehnsucht nach der reinen absoluten Musik frei von Genregrenzen  ist mir geblieben. Das ist der Grund, weshalb ich GLISSA ins Leben gerufen habe." Der Vater einer wunderbaren Tochter und Futtergeber einer Katze namens Snesnus geht seinen Traum GLISSA äußerst professionell an. Da erkennt man den Bühnenprofi: "Unsere  Konzerte werden dieses Jahr durchaus noch sehr rar und ausgewählt sein. Jeder Auftritt wird mitgeschnitten und ausgewertet. Wir sind als  Band also in unserer Expositionsphase, sonatenhauptsatztechnisch gesprochen.“

www.glissa-music.de


von Volly Tanner