Kommissar Bellamy

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Elefantenhochzeit - Kaum zu glauben, daß es mit KOMMISSAR BELLAMY tatsächlich zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Schwergewichte des französischen Kinos kommt. Doch Gérard Depardieu (LA VIE EN ROSE) und Claude Chabrol (BIESTER) haben in ihren Jahrzehnte währenden Karrieren nie zusammengearbeitet. Jetzt ist es soweit und die beiden scheinen ganz in ihrem Element.
Depardieu gibt den gemütlichen Polizeibeamten im sommerlichen Nimes.

Hier wollte er eigentlich ein paar ruhige Tage mit seiner Frau (Marie Bunel) verbringen, doch die sind ihm nicht vergönnt. Schneller, als er denkt, steckt er knietief in einem Versicherungsbetrug mit tödlichen Folgen. Als Bellamys Bruder (Clovis Cornillac) auftaucht und sich bei ihnen einnistet, ist es endgültig mit der Ruhe vorbei.

Die Zutaten stimmen in Chabrols 58. Spielfilm und doch scheint die Sonne nicht immer am Horizont. Das liegt zu einem guten Teil daran, daß der Meister in den letzten Jahren etwas an Biss verloren hat, der seinen Blick auf die französische Gesellschaft einst auszeichnete. So wirkt dieser Chabrol einfach routiniert. Ein weiterer Eintrag in die Filmographie, obwohl er mit Depardieu eine ausgezeichnete Wahl getroffen hat. Der muß hier ironischerweise auf alle Genüsse verzichten und glänzt im Zusammenspiel mit den übrigen Akteuren, wenn doch hier und da der feine Witz Chabrols aufblitzt.
 
von Lars Tunçay


Start: 9. Juli 2009


Genre: Krimi-Drama

Länge: 110 Minuten

Verleih: Concorde