La Nana - Die Perle

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Teil der Familie - Raquel (Catalina Saavedra) lebt seit über 20 Jahren mit der reichen Familie Valdés zusammen. Die Haushälterin hat kein anderes Leben neben ihrer Arbeit. Mit ihrer gesamten Existenz gibt sie sich dem Job hin. Als ihr 41. Geburtstag naht, wird ihr eine Hilfskraft zur Seite gestellt. Raquel sieht ihr Reich gefährdet und mobbt die unliebsame Konkurrentin auf perfide Art und Weise aus dem Haus. Als jedoch die lebenslustige Lucy (Mariana Loyola) das Anwesen betritt, läßt sie sich von Raquels ruppiger Art nicht abschrecken. Allmählich lockt sie die griesgrämige Frau aus der Reserve. Raquel öffnet sich - zumindest einen Spalt breit.
Mit zwei Preisen wurde die zweite Arbeit des chilenischen Regisseurs Sebastian Silva beim renommierten Sundance Festival ausgezeichnet, darunter die höchsten Ehren in Form des Großen Preises der Jury. Absolut zu Recht, denn sein Porträt einer einsamen, verbitterten Frau ist intensiv, authentisch und mit leisen Momenten der Komik gewürzt. "La Nana" bedeutet "Die Haushälterin" - der Name "Die Perle" soll wohl an den ebenfalls chilenischen Berlinalegewinner "Eine Perle Ewigkeit" erinnern, der allerdings ein politisches Thema behandelte, während sich die Politik hier einzig im Haushalt abspielt.
Die Handkamera ist dabei dicht bei den Akteuren und sorgt für unverfälschte, realistische Bilder und Emotionen. In der Hauptrolle glänzt Catalina Saavedra. Mit ihrer stillen Präsenz beherrscht sie die Leinwand. Nicht zuletzt ihre Leistung brachte dem Film in diesem Jahr eine Nominierung für den Golden Globe als bester nicht-englischsprachiger Film ein.
von Lars Tunçay
Start: 17. Juni 2010
Genre: Drama
Dauer: 95 Minuten
Verleih: Arsenal

