Neue Ausstellung ab 17.9. im Museum der bildenden Künste

- © VG Bild-Kunst, Bonn 2011
1884 kam Max Beckmann als jüngstes von drei Kindern in Leipzig auf die Welt, 66 Jahre später starb er als berühmter Maler in New York. Schon allein diese Fakten zeugen von einem beeindruckenden Leben, welches vom 17. September 2011 bis 22. Januar 2012 im Museum der bildenden Künste auf ganz besondere Art und Weise nachempfunden werden kann. Die Ausstellung „Von Angesicht zu Angesicht“ zeigt Porträts, die Beckmann im Laufe seines Lebens angefertigt hat und somit eine Bildergalerie aller derjenigen, die den Künstler in seinem Leben begleiteten, prägten und beschäftigten.
Seine Laufbahn begann als Mitglied der Berliner Secession, deren Einfluss er einen atmosphärischen und impressionistischen Stil verdankte. Der Erste Weltkrieg machte ihn zu einem freiwilligen Krankenpfleger und zu einem neuen Menschen. Die Begegnungen mit Grauen und Schrecken verarbeitet er in seinen Bildern, die alle Spuren des Erlebten tragen. Schon bald beginnt er seine ganz persönliche Galerie zu erschaffen, die von Porträttypen und Motiven eine grenzenlose Vielfalt aufweist.
Er malt und zeichnet seine Familie, Freunde, flüchtige Bekanntschaften, deren Gesichter ihn während der 1920er Jahre zu einem der bedeutendsten Künstler Deutschlands werden lassen. Seine erste Frau Minna Beckmann-Tube, aber vor allem seine zweite Frau, die wesentlich jüngere Mathilde Kaulbach, liebevoll Quappi genannt, werden zu einer Herausforderung seines Könnens. Immer wieder erscheinen ihre Gestalten bei dem Versuch, die geliebten Züge und Formen optimal zu erfassen.
Die Ausstellung im Museum der bildenden Künste zeigt rund 50 Gemälde und Arbeiten auf Papier, die auch Exemplare der etlichen Selbstbildnisse Beckmanns enthalten, auf denen er immer wieder probiert, sich mithilfe der Darstellung verschiedenster Emotionen zu erkennen und zu beurteilen, was gleichermaßen von Selbstbewusstsein wie von Selbstzweifeln zeugt. Eine spannende Zeitreise in die Welt Max Beckmanns!
Museum der bildenden Künste (Di–So), 17.9.2011 bis 22.1.2012
www.mdbk.de
- Max Beckmann, Familienbild, 1920, Öl auf Leinwand, Museum of Modern Art, New York
- Max Beckmann, Quappi in Blau, 1926, Öl auf Leinwand, Pinakothek der Moderne, München
- Max Beckmann, Bildnis eines Teppichhändlers, 1946, Öl auf Leinwand, Museum der bildenden Künste Leipzig
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