Sabine Klisch über die Anfänge des ZeitPunktes

© Sabine Klisch

Im Jahr 1991 – also gleich nach der "Wende" – war ich auf der Suche nach einem spannenden Job und da kam mir die Stelle beim ZeitPunkt als Sekretärin wie gerufen. Ich gehörte damals neben Peter Seidel als Redakteur in Leipzig zu den "Aktivisten der ersten Stunde". Es war eine sehr bewegte Zeit mit vielen neuen Ideen, Energie und Pioniergeist. Die Redaktion bestand aus einem Raum, der gleichzeitig Redaktion, Anzeigenverkauf, Sekretariat und Treffpunkt der Kulturschaffenden Leipzigs war.

Da damals an Onlineverkehr noch nicht zu denken war, kamen die Leute einfach mal vorbei und brachten uns die Artikel, Veranstaltungstermine und Anzeigenvorlagen. So hatte man viel persönlichen Kontakt zur Kulturszene. Ich habe in dieser Zeit viele interessante Kontakte geknüpft, die ich teilweise bis heute pflege. Einen "Redaktionskater" gab es auch. Wenn der Stress mal Überhand nahm, war Moritz – der Kater von Christian, der sich am liebsten in der Papierabfallkiste niederließ – als beruhigender Ausgleich zur Stelle. In den acht Jahren, die ich beim ZeitPunkt gearbeitet habe, konnte ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln und ich freue mich, dass es ihn immer noch gibt – was ja nicht so selbstverständlich ist.

Ich wünsche dem ZeitPunkt-Kulturmagazin noch weitere spannende 250 Ausgaben und dem Herausgeber Christian Nóvé alles Gute für seine Arbeit als Chefredakteur.