Sabine "Sabiin" Stietz: Butterflocken auf den heißen Straßen Osteuropas

© Sabine Stietz

Im Leipziger Westen lebt kurz hinterm Knochenplatz, einem ehemaligen Friedhof, auf dem mittlerweile ein Spielplatz Kinderherzen höher schlagen läßt Sabine "Sabiin" Stietz. Hier musiziert die Sängerin von "Sabiin & The Craft Houseband" mit ihrem Freund Matti "The Upsetter" und ihrer Tochter Mara Sibel. Sie studiert berufsbegleitend in Magdeburg und fährt täglich nach Naumburg, um in der dortigen Psychiatrie als Musiktherapeutin Menschen zu helfen. Dieses Jahr war aber auch künstlerisch ein Großes, mit Auftritten bei den Geraer Songtagen (u.a. m. Konstantin Wecker und Krumbiegel) und dem Engagement als Vorgruppe von Alin Coen in der hiesigen NaTo: "Das ist ganz gut als Leipziger, mal in der Nato aufgetreten zu sein, glaub ich. Und das vor ausverkauften Haus.

Ein Highlight dieses Jahr war auch ein Gig auf einer Geburtstagsfeier in der Nähe von Kölleda. Wir hatten in einem Stall eine winzig kleine Bühne und als wir die betreten hatten, durften wir nicht mehr runter. Die ganze blühende bis bucklige Verwandtschaft hat getanzt, sogar zu unseren langsamsten Liedern. Das war so toll unwirklich." Die Musik hat ja auch ihre Familie gegründet. "Das ist, wie wir uns kennengelernt haben, als Straßenmusiker in Osteuropa. Als Butterflocken auf den heißen Straßen Serbiens und Rumäniens.

"Sabiin selber nennt ihren Stil: "akustischer, gelebter Jazz-Rock." und sagt weiter, über das, was neben ihrer Musik noch ist: "Also wenn "Musik" meine singende Kernfamilie umfasst, die Arbeit mit Klängen in der Musiktherapie und meine eigene Musik, dann gibts da noch: Schupfnudeln mit Bohnen, Impulsausflüge ins Ungewisse, Worte, derzeit beerenreiche Gegenden und andere Bluts- und Lust- Verwandte." Einfach warmherzig!

www.myspace.com/thabiin


 
von Volly Tanner