Somewhere

© Tobis Film

Meisterwerk in schwereloser Atmosphäre -  Mit "Lost in Translation" hat sie uns alle bezaubert und mit "Marie Antoinette" sich in fremden historischen Gewässern gewagt nun ist Sofia Coppola zurückgekehrt zu ihrer ganz persönlichen Geschichte. Die Geschichte einer Vater-Tochter-Beziehung, die noch in den Kinderschuhen steckt. Dabei wirkt Cleo, mit ihren 11 Jahren, längst wie eine junge Dame. Kein Wunder, hat sie doch früh gelernt, auf eigenen Beinen zu stehen. Ihre Eltern leben getrennt. Ihr Vater ist gefeierter Actionfilmstar, von allen beneidet. Doch der Playboy lebt in einer Scheinwelt aus schnellen Autos, flüchtigen Beziehungen und unpersönlichen Hotelzimmern. Als seine Ex-Frau für unbestimmte Zeit verreisen muß, landet Cleo bei ihm. Zwischen Fotoshootings und Preisverleihungen kommen die beiden sich näher.

Sofia Coppola macht keinen Hehl aus den biographischen Ansätzen ihrer Story. Als Tochter der Regie-Legende Francis Ford Coppola ("Der Pate") hat sie als Kind ähnliche Erfahrungen mit dem Ruhm ihres Vaters gemacht. Mittlerweile ist sie selbst eine angesehene Filmemacherin und erhielt für "Somewhere" bei den Filmfestspielen in Venedig den Goldenen Löwen.

Wie schon in ihren früheren Filmen besticht auch ihr neues Werk durch eine schwerelose Atmosphäre. Johnny lebt in einer großen Blase, in der eigentlich nichts Spektakuläres passiert. So reduziert sich auch die Handlung des Films ganz auf das Vater-Tochter-Gespann, hervorragend gespielt vom Charmeur Stephen Dorff und der sehr erwachsen wirkenden Elle Fanning.
 
von Lars Tunçay


Start: 11. November 2010
 
Genre: Hollywood-Drama

Verleih: Tobis Film