Soundgarden Live On I-5

- © A&M/Universal
Eine feine Sache ist das: Entlang der Interstate 5 schlängelte sich 1996 der Soundgarden- Liveshow-Zug. Kurz danach zerbrach diese grandiose Band um Chris Cornell am überbordenden Erfolg. Nur, um jetzt wieder uniert zu werden.
Das Album ist eindeutig guter Stoff. Der Hörer darf zwischen den Liveorten hin- und herspringen, spürt die Unterschiedlichkeiten der Band, dass eben auch Soundgarden keine Unterhaltungsmaschinen waren, die einfach nur ihr Set herunterrissen, sondern Menschen, die auch einfach mal schlecht drauf waren, dafür aber im nächsten Ort euphorisch bis genial.
Da spielt so viel mit hinein – der Charme des Veranstalters, das ewige Touressen bis hin zum Wetter – und lässt dadurch solch einen Zusammenschnitt so interessant werden, so historisch, da es eben wirkliche Momentaufnahmen einer legendären Tour waren und sind. Und Cornell interpretiert ja sowieso die 90er des letzten Jahrhunderts allumfassend, nölend, wütend und voller Kraft, wie sie eben auch waren.
von Volly Tanner
Plattenfirma: A&M/Universal

