State of Play - Stand der Dinge

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Wahrheit oder Pflicht? - Washington: Journalist Cal McAffrey (Russell Crowe) ist zusammen mit seiner aufstrebenden Kollegin Della Frye (Rachel McAdams) einem politischen Skandal auf der Spur. In diesem hängt irgendwie auch sein Jugendfreund Stephen Collins (Ben Affleck) mit drin, mittlerweile ein angesehener Abgeordneter. Da seine Assistentin etwas unglücklich mit einer U-Bahn in Berührung kommt, werfen sich einige Fragen auf. Und McAffrey muß entscheiden, wem seine Loyalität gilt...
Ordentlich gemachter Politthriller mit ebenso ordentlicher Besetzung. Crowe und Affleck zeigen, daß sie auch im Charakterfach gut aufgehoben sind. Toll auch Helen Mirren als Chefredakteurin, erinnert fast an Meryl Streeps Darstellung ihrer Berufskollegin Anna Wintour in DER TEUFEL TRÄGT PRADA. Auch, wenn im Film der Berufsstand des Journalisten dann doch etwas klischeehaft daherkommt (abgewetzte Jacke, Vollbart, abwrackprämienverdächtiger Schwedenstahl auf vier Rädern) kann man dem Film, der auf einer britischen TV-Miniserie (bei uns bekannt unter MORD AUF SEITE EINS) basiert, wenig vorwerfen.
Regisseur Kevin Macdonald (DER LETZTE KÖNIG VON SCHOTTLLAND) schafft es, über zwei Stunden Laufzeit Spannung zu erhalten. Dennoch verliert man als Zuschauer in der Handlungsdichte nie den erzählerischen Faden. Nicht eben selbstverständlich bei Politthrillern.
Fazit: Intelligent und sehenswert!
von Thomas Lenck
Start: 18. Juni 2009
Original: State of Play
Genre: Thriller
Dauer: 127 Minuten
Verleih: Universal

