Stulle & Bulle

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"Es darf gelacht werden – aber nur bis 80 Dezibel!" - Seit einiger Zeit treibt das witzige Duett "Stulle und Bulle“ auf Hallenser Bühnen und darüber hinaus seinen Schabernack. Hinter den beiden lustigen Namen verbergen sich zwei etwas debile Polizisten mit vollen Schnauzern und schlechtsitzenden Frisuren, die es zu ihrer Aufgabe gemacht haben, den Job des Zivilfahnders zu neuem Ruhm zu verhelfen.
Daß sie mit ihren Präsentationen mit unbeholfenen Tanzeinlagen oder eigenwilligem Gesang eher das Gegenteil bewirken, ist zwar schade für das Berufsprestige, aber urkomisch anzusehen. Im Verlauf des Abends kann es dann auch schon mal zu willkürlichen Verhaftungen der Zuschauer kommen oder es wird beeindruckend der Gebrauch von Schußwaffen erklärt.
In Beamtendeutsch und mit einer Vorliebe für Abkürzungen geben sie auch außerpolizeiliche Angelegenheiten preis und der ein oder andere wird mehr über die Fahnder erfahren als ihm lieb ist. Das Konzept der "Hardcore-Comedy", wie sie es bezeichnen, wurde von Jonas Hien und Sebastian Kaufmann während ihres Schauspielstudiums entwickelt und schließlich am Neuen Theater Halle, als sie dort feste Ensemblemitglieder waren, etabliert.
Zwar sind die beiden Künstler mittlerweile an anderen Häusern in Magdeburg und Hannover engagiert, aber das aberwitzige Gespann und ihre Show "Hart, aber ungerecht" lebt weiter: Der nächste Auftritt findet am 16.4. im Riff-Club, Halle statt.
von Marlene Riedel

