Themba

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Stürmer aus dem Elend - Im Fahrtwind der WM-Begeisterung kommt einen Monat nach Spielende die mit deutschen Mitteln finanzierte Verfilmung des Romans "Themba" von Lutz van Dijk in die Kinos. Sie bringt uns zurück nach Südafrika. Hier träumt der Junge Themba von der großen Fußballerkarriere, um sich, seine Familie und seine Freunde aus dem Elend des Vororts von Kapstadt zu hieven. Doch der Weg dahin ist gesäumt von zahlreichen Schicksalsschlägen.

Sein Vater verließ vor vielen Jahren die Familie und auch Thembas Mutter ist gezwungen sich Arbeit in der Stadt zu suchen. Luthano, der neue Freund der Mutter, entpuppt sich als Schmarotzer und gefährliches Ekel, während um sie herum eine Seuche grassiert: AIDS. Von der Bevölkerung nach wie vor als Strafe des Schicksals angesehen, gesteht niemand ein, dass er HIV-positiv ist. Die Meisten lassen sich gar nicht erst testen und leben wie zuvor, wodurch sich die Epidemie ausbreitet. Themba hält es nicht mehr aus und macht sich gemeinsam mit seiner Schwester auf die Suche nach der Mutter. Sein Traum muss warten.

Wer seine Sehnsucht nach Fußball und Vuvuzelatröten stillen will, ist hier nur bedingt an der richtigen Stelle. Vielmehr versucht die deutsche Regisseurin Stefanie Sycholt auf das Elend hinter der fernsehtauglichen Euphorie aufmerksam zu machen. Mit reichlich Unterstützung vom DFB und Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann im Rücken wird ihr Anliegen sicherlich Gehör finden. Sein wichtiges Anliegen und die bewegende Geschichte packt "Themba" zudem in beeindruckende Landschaftsaufnahmen.
 
von Lars Tunçay


Start: 5. August 2010

 
Genre: Sozialdrama

Dauer: 108 Minuten
 
Verleih: Alpha Medienkontor