Viktoria Tolstoy - Letters To Herbie

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"Ich hatte niemals eine Gesangsstunde", bekundet Viktoria Tolstoy selbstbewusst. Dennoch erwarb sie sich mit ihrem Debütalbum "Smile, Love And Spice", für das ihr Vater – ein Jazzmusiker – einige Stücke geschrieben hatte, sozusagen als blutjunge Anfängerin die Anerkennung der Jazzelite ihres Heimatlandes. Inzwischen gilt die aus Schweden stammende Sängerin als Stern am Jazzhimmel. Und seit frühester Jugend ist sie eine große Bewunderin von Herbie Hancock.
Sicherlich hat auch ihre Offenheit gegenüber Pop, Soul und Funk, die sie mit Hancock teilt, damit zu tun. Auf "Letters To Herbie" hat Frau Tolstoy nun zwölf Songs für – und zumeist von – Herbie Hancock auf ihre ganz persönliche Weise eingespielt. "Bei der Auswahl habe ich einfach auf mein Herz gehört." Im Zentrum stehen Stücke aus seiner Funk-Periode in den 80ern.
Sie singt mit angenehmer, klarer Stimme, die zwar weitgehend im Vordergrund bleibt, den Songs aber auch eine unaufdringliche eigene Note verleiht. Ob Balladen wie "Chan’s Song" oder Groovendes wie "Come On, Come Over", alle Songs klingen zeitlos und klassisch, nie entfremdet oder gewaltsam um Aktualität bemüht. Musikalisch wertvoll und rundum überzeugend.
von Peter Viertel
Platenfirma: ACT Music/Edel

