Wildlife Park 3

- © Deep Silver
Um einen erfolgreichen Tierpark zu führen, braucht es heutzutage eine ganze Menge mehr, als einfach ein paar Tiere in Gehege zu zwängen. Artgerechte Haltung, die nebenher noch Highlights für das Auge des Zuschauers bietet, ein gelungenes Rahmenprogramm und abwechslungsreiche Gastronomie gehören zum Erfolgsrezept moderner Zoos.
Dass, um diese Punkte alle zu erfüllen, ein großer logistischer und strategischer Aufwand vonnöten ist, erklärt sich wohl von selbst. Für all diejenigen, die einmal in die Rolle eines Zoodirektors schlüpfen wollen, gilt die Empfehlung, sich "Wildlife Park 3" auf dem heimischen Computer zu Gemüte zu führen. Die Kampagne des dritten Teils umfasst 20 Missionen und hält spannende Aufgaben und Abenteuer bereit. So geht es zum Beispiel darum, vom Aussterben bedrohte Spezies zu retten oder aufgezogene Tiere wieder in die freie Wildbahn zu entlassen.
Dabei steht der Tierpark als Einrichtung immer im Vordergrund. Denn nur wer einen attraktiven Park besitzt, kann sich seiner Besucher und der damit verbundenen Gelder sicher sein. Mit Attraktionen wie Magnetschwebebahnen, Heißluftballons und Zeppelinen wird das Publikum stets bei Laune gehalten.
Einen großen Einfluss auf das Geschehen im Zoo hat das Wettersystem. Fällt viel Regen, verziehen sich die Tiere in ihre Baue und die Besucherströme fallen nicht mehr so üppig aus. Dafür steigt der Verkauf an Regenschirmen im Zoo-Shop. Für die Gestaltung des Parks stehen über 30 Pflanzenarten sowie 25 Land- und Wassertierarten zur Verfügung. Die Gehege sowie die Anlagen für die Besucher können dank zahlreich vorhandener Bauelemente individuell gestaltet werden.
Feingefühl sollte bei allen Tierarten an oberster Stelle stehen, denn jedes Tier hat seine eigenen Bedürfnisse. So wollen Eisbär, Pinguin und Co. es kühl und nass, während Kamel, Zebra oder Nashorn trockenere und vor allem wärmere Gefi lde bevorzugen. Wer sich wegen dieser individuellen Vorlieben unsicher sein sollte, bekommt die nötigen Infos über die jeweiligen Tiere und Pflanzen in Form einer weitreichenden Enzyklopädie geliefert. Das neue Terraforming-Tool erlaubt es dem Spieler, sein Gelände so anzupassen, dass es seinen Ansprüchen und natürlich auch den Bedürfnissen der tierischen Zoobewohner genügt.
Grafisch zeigt sich der dritte Teil der Aufbausimulation von einer guten Seite: Die Parks und deren Einrichtungen sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet und die verschiedenen Tierarten wirken realistisch animiert. Ein Spiel wie "Wildlife Park 3“ benötigt aufgrund des enormen Umfangs eine gewisse Zeit, in der man die grundlegende Bedienung verinnerlicht hat. Um das zu erleichtern, wurde ein ausführliches Tutorial integriert, das alle Grundlagen der Simulation erklärt. Fazit: Auch wenn "Wildlife Park 3" das Genre gewiss nicht neu erfindet, erweist es sich doch als solides Aufbaustrategiespiel, das ohne Probleme viele Stunden an den Bildschirm zu fesseln vermag.
Preis: ca. 40 Euro
Vertrieb: Deep Silver

