Win Win

- © (20th Century Fox)
Fein raus - Mike Flaherty (Paul Giamatti) hat scheinbar alles erreicht: Er ist verheiratet, hat zwei Kinder, einen Job als Anwalt und ein Haus in New Jersey. Doch die Auftragslage ist alles andere als glänzend – darunter hat alles zu leiden. Selbst die vom Arzt verordneten Laufstunden enden in einer Panikattacke. Einzig das Ringerteam an der örtlichen Highschool, das er betreut, verschafft ihm einen Ausgleich zum Stress. Aber eine Meisterschaft ist mit den Kids auch nicht gerade zu gewinnen.
In seiner Not übernimmt Mike die gesetz liche Vormundschaft seines Klienten Leo Poplar (Burt Young) gegen ein monatliches Entgelt. Der alte Mann zeigt Anzeichen von Demenz und wird von Mike umgehend in ein Heim abgeschoben, obwohl er eigentlich versprochen hatte, sich um ihn zu kümmern.
Infolgedessen steht wenig später ein 16-Jähriger vor der Tür des schuldbe wussten Familienvaters. Der vernachlässigte Teenager Kyle (Alex Shaffer) ist von zu Hause abgehauen, um bei seinem Großvater Unterschlupf zu suchen. Nun sind Mike und seine Frau für ihn verantwortlich.
Während Jackie (Amy Ryan) den Jungen schnell in ihr Herz schließt, erweicht Mikes erst, als er feststellt, dass sich ein Ringer talent unter dessen harter Schale verbirgt. Eine Win-Win-Situation für Ein Peter Weir Film Regisseur von "Master & Commander“ beide – bis Kyles Mutter auftaucht und ihn mitnehmen will. Mit viel Kritikerlob beim diesjährigen Sundance Film Festival bedacht, umgarnt "Win Win“ Einen umgehend mit seinem Charme.
Der Regisseur des gefeierten „Station Agent“ und der Großstadtballade "Ein Sommer in New York“ gewinnt unser Herz auch hier mit Menschlichkeit und entwaffnendem Witz. Paul Giamatti ist für die Rolle des hadernden Mannes mit großem Herz goldrichtig, der junge Highschool-Ringer Alex Shaffer in seiner ersten Rolle eine echte Ent deckung und McCarthys Film ein echter Gewinn für den Kinogänger.
von Lars Tunçay
Start: 21. Juli 2011
Dauer: 106 Minuten
Verleih: (20th Century Fox)

