Anschlag auf die Firma der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry

Buttersäure und zerstörte Scheiben

Bild: © Auerbach Verlag

Mutmaßliche Autonome haben in der Nacht auf Donnerstag die Niederlassung des Kunststoff-Unternehmens attackiert. Die Polizei hat sechs verdächtige Jugendliche in vorübergehenden Gewahrsam genommen.

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Die Leipziger Firma "PURinvest System GmbH" wurde heute in den frühen Morgenstunden Ziel eines Buttersäure-Anschlags. Der Vorfall ereignete sich gegen zwei Uhr nachts an der Weißenfelser Straße in Plagwitz. Neben zerstörten Fensterscheiben, sind auch Schmierereien an der Fassade des Gebäudes Ergebnis des Überfalls. Das Unternehmen, deren Geschäftsführerin Frauke Petry gleichzeitig die Vorsitzende der AfD ist, beschäftigt sich mit der Produktion von Polyurethan-Kunstoffen. 

Bereits um 3.25 Uhr tauchte auf der Internetseite linksunten.indymedia.org ein anonymes Bekennerschreiben auf, deren Verfasser sich als "einige Autonome" bezeichnen. "Mit der Aktion", so die Autoren des Beitrags, "wollen wir auf die sich drastisch zuspitzende rassistische Stimmung in Deutschland aufmerksam machen." Das Attentat sei auch eine Anspielung auf einen kürzlich erfolgten Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Dresden, bei welchem ebenfalls Buttersäure verwendet worden war. 

Bei einem wenig später erfolgten Anschlag auf ein Polizeiauto entstand nach Informationen von LVZ.de ein Schaden von 30.000€. Die Polizei konnte demnach noch in derselben Nacht eine sechsköpfige Gruppe Jugendlicher festnehmen, die vor den Beamten die Flucht ergriff. Ob es sich aber tatsächlich um die Verantwortlichen handelt, scheint noch unklar zu sein. Ebenfalls möglich wäre eine Verbindung des Vorfalls mit dem Blausäure-Angriff in Plagwitz.

von Jakob Milzner

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