Einbrüche in Sachsen - Was sagen die Zahlen?

Wachstum 2017 abgewendet

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Dem Empfinden nach steigt die Zahl der Einbrüche in Sachsen stetig an. Immer mehr Menschen fürchten sich vor einem Einbruch, ohne zuvor jemals Opfer eines solchen geworden zu sein. Doch welches Bild liefert der objektive Blick auf die Zahlen im Bundesland, die selten in den Medien zu sehen sind?

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Im Jahr 2015 kam es zu mehr als 4.200 Wohnungseinbrüchen in Sachsen. Damit wurde ein trauriger Höchstwert erreicht, der als Resultat einer Entwicklung gesehen werden kann, die einige Jahre andauerte. Noch im Jahr 2002 war das Risiko deutlich geringer, in Sachsen selbst zum Opfer eines Einbruchs zu werden. Zu dieser Zeit lag die Zahl der jährlichen Einbrüche gerade einmal bei rund 2.500. In den kommenden Jahren könnte sich also eine Verdopplung der Fälle innerhalb eines Zeitraums von nur zwei Jahrzehnten ergeben. Besonders stark betroffen bleibt die Stadt Leipzig. Allein dort wurden im Jahr 2015 fast 1.300 Wohnungseinbrüche gemeldet. Gleichsam ist davon auszugehen, dass die tatsächlichen Zahlen noch erschreckender sind. Denn erfasst werden nur die tatsächlich gemeldeten Delikte.

Der persönliche Schutz

Längst wird den Bürgern dazu geraten, für ihre persönliche Sicherheit zu sorgen. Denn die Polizei selbst ist selten dazu in der Lage, einen Einbruch aufzuklären und den Täter zu überführen. Wer die eigenen vier Wände schützen möchte, sollte keinem Patentrezept folgen, wie es immer wieder proklamiert wird. Stattdessen ist es von Bedeutung, sich zunächst den individuellen Schwachstellen der eigenen vier Wände zuzuwenden. Der nächste Schlüsseldienst, der sich auf https://notprofi.de/ ermitteln lässt, berät ausführlich zu diesem Thema. Die Beratungsstelle der Polizei bietet ebenfalls die Chance, einen individuellen Blick auf die Lage der Dinge zu erfahren.

In einem ersten Schritt ist es zum Beispiel wichtig, die leicht zu erreichenden Fenster und Türen des Hauses zu sichern. Dort haben die Einbrecher oft unbemerkt die Gelegenheit, ohne großen Kraftaufwand in die Wohnung zu gelangen. Eine Absicherung durch eine zusätzliche Verriegelung ist derweil bereits ab einem Betrag von gut 40 Euro für ein Fenster zu haben. Diese Maßnahmen sollten in jedem Fall größeren Aktionen, wie zum Beispiel dem Kauf einer Alarmanlage, vorgezogen werden.

Die weitere Entwicklung

Nur wenige Experten wagen sich derzeit an eine Prognose, wie sich die Zahl der Einbrüche in Sachen in den kommenden Jahren noch weiter entwickeln wird. Zuletzt konnte das weitere Wachstum der Zahlen im Jahr 2017 abgewendet werden. Dies veranlasst jedoch noch nicht dazu, von einer klaren Abnahme der Zahl der Fälle zu sprechen. Vielmehr hält die Belastung durch zahlreiche Delikte weiter an. Zudem sank die Rate der Aufklärung zuletzt auf einen Wert von weniger als 10 Prozent. Bei weniger als jedem zehnten Einbruch ist die Polizei also dazu in der Lage, einen Täter ausfindig zu machen. Dies hat einerseits damit zu tun, dass es sich meist um Profis handelt, die dazu in der Lage sind, keine verwertbaren Spuren am Tatort zu hinterlassen. Andererseits werden von den Tätern vor allem Objekte ins Auge gefasst, die einen unbewohnten Eindruck erwecken. Darin sehen sie für sich die Chance, den Einbruch unbemerkt durchzuführen und wieder zu verschwinden, ohne dabei einen Alarm ausgelöst zu haben.

Regionale Unterschiede

Der Blick auf die Situation in Deutschland offenbart derweil sehr starke regionale Unterschiede. In keinem Fall ist es möglich, die durchschnittlichen Werte auf alle Regionen und Bundesländer zu übertragen. So ist die Zahl der Einbrüche zum Beispiel in Bayern in diesen Tagen sehr gering. Ganz anders verhält es sich in Ballungsgebieten, wie sie zum Beispiel im Ruhrgebiet zu finden sind. Wer sich mit den Einbrüchen in ganz Deutschland beschäftigt, darf allein aufgrund dieser regionalen Differenzen natürlich nicht zu einem gänzlich anderen Ergebnis kommen. Dementsprechend ist auch bei der Analyse der aktuellen Situation etwas mehr Weitsicht gefragt.

von red

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