Verfolgungsjagd mit LKW

Anger-Crottendorf

Bild: © Auerbach Verlag

Der Fahrer eines LKWs ist am Dienstag mit bis zu 100 km/h vor der Kontrolle durch eine Polizeistreife geflohen. Eine Untersuchung ergab, dass der Mann unter Drogeneinfluss stand. Die Kennzeichen des LKWs waren zudem gefälscht.

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Am vergangenen Dienstag ist es in Anger-Crottendorf zu einer Verfolgungsjagd zwischen dem Fahrer eines roten MAN-LKWs mit Anhänger und einer Polizeistreife gekommen. Als sich die Polizeibeamten dazu entschieden, das Fahrzeuggespann einer Verkehrskontrolle zu unterziehen, bog dieses ab und fuhr mit erhöhter Geschwindigkeit weiter. Dabei erreichte der LKW Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometer.

Während die Polizisten den Wagen mit Blaulicht und Martinshorn verfolgten, nahm dessen Fahrer keinerlei Rücksicht auf den sonstigen Verkehr. Er überquerte Kreuzungen, fuhr über rote Ampeln und musste teilweise unter scharfen Bremsmanövern auf den Gehweg ausweichen, um Kollisionen mit dem Gegenverkehr zu vermeiden. Ohne dabei langsamer zu werden, fuhr der LKW sogar über Stoppelfelder. In der Nähe von Kleinpösna erhielt die Polizeistreife Verstärkung durch einen zweiten Wagen. Wenig später hielt der LKW unvermittelt an einem Teich und der Fahrer sprang heraus, um die Flucht zu Fuß fortzusetzen. Erst als er stolperte gelang es den Polizisten, den Mann zu fassen.

Es stellte sich heraus, dass die Kennzeichen sowohl des LKWs, als auch des Anhängers gefälscht worden waren und eigentlich zu anderen Fahrzeugen gehören. Eine Blutprobe des Fahrers ergab, dass dieser zudem Crystal-Meth konsumiert hatte. In einem Anhänger, den er um den Hals hängen hatte, wurde jedoch eine weißliche Substanz gefunden, die in einem chemischen Gutachten nun identifiziert werden soll. Den Mann erwarten nun Anzeigen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Urkundenfälschung und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

von Jakob Milzner

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