Ausstellung "Vom Zeigen und Schauen"

Von Studierenden entwickelt

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Noch bis zum 26. März ist die Ausstellung "Vom Zeigen und Schauen" im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig zu sehen.

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Sie wurde von Teilnehmenden des Masterstudienganges "Kulturen des Kuratorischen" an der HGB auf Einladung des GRASSI Museums für Völkerkunde entwickelt und nimmt die laufenden Renovierungsarbeiten der Afrika-Abteilung zum Ausgangspunkt, um in den temporär leeren Räumen anhand ausgewählter Beispiele der Entwicklung des ethnografischen Ausstellungsdisplays nachzugehen.

Mit Blick auf das fotografische Archiv des Museums widmet sich die Ausstellung unterschiedlichen Formen des Zurschaustellens und Betrachtens. Im Mittelpunkt stehen dabei Arbeiten der Leipziger Fotografin und langjährigen Mitarbeiterin des Hauses Karin Wieckhorst

Wie entwickeln sich die Präsentationen zwischen öffentlichem Bildungsauftrag, Formen der Vermittlungsarbeit und der Profilierung als "Schaufenster zur Welt"?

Karin Wieckhorst (geb. 1942 in Holzhausen/Sachsen), von 1965 bis 2007 Fotografin am Museum, begleitete die Museumsarbeit mit unterschiedlichen Modi ihrer Fotografie, wie Ausstellungsdokumentation, Objekt- und Reisefotografie. Parallel dazu absolvierte sie von 1969 bis 1973 ein Fernstudium der Fotografie an der HGB Leipzig und entwickelte eigene Projekte, mit denen sie außerhalb des Museums als Künstlerin bekannt wurde. Darin widmet sie sich verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, wie etwa in den Serien "Frauenporträts" (1991–92) oder "FREMDE. Asyl in Sachsen" (1992–93) und sucht nach der fotografischen Erfassung von "fernen" Ländern, die sie ab den 1990er Jahren besuchte (bspw. Tunesien, 1993 oder Iran, 2000).

Die Ausstellung "Vom Zeigen und Schauen" setzt diese Arbeiten in Beziehung zu musealen Kategorisierungen und Vermittlungsformaten, wie Vitrinensystemen,Raumplänen und Begleitheften sowie Sehgewohnheiten im Kontext des ethnologischen Museums.

von Florian Pötzsch

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