Der Trend für den modernen grünen Daumen

Urban Gardening

Bild: Pixabay

"Urban Gardening" ist voll im Trend. Dabei werden brache, ungenutzte Flächen in bunte Gemeinschaftsgärten verwandelt.

Anzeige

Die Leipziger lieben ihre Kleingärten. Kein Wunder, immerhin ist ein Leipziger der Namensgeber für die Schrebergärten: Moritz Schreber, ein Leipziger Arzt und Hochschullehrer. Mittlerweile gibt es über 32.000 solcher Flächen, auf denen Einheimische ihre Lauben stehen haben, Obst, Gemüse und Blumen anpflanzen. Doch nicht jeder hat Zeit und Möglichkeiten für das zweite zu Hause. Es gibt in unserer Stadt aber auch ganz ohne Pachtvertrag Möglichkeiten, den grünen Daumen zu entfalten. „Urban Gardening“ ist voll im Trend. Dabei werden brache, ungenutzte Flächen in bunte Gemeinschaftsgärten verwandelt. Das neudeutsche Wort für Stadtgärtnern umfasst verschiedene Formen des städtischen Gärtnerns, denen allen eins gemeinsam ist: Partizipation und Gemeinschaftssinn. Mobile Hochbeete, wie beispielsweise Bäckerkisten, Kartoffelsäcke oder Paletten schaffen für den Nutzgarten eine Ortsunabhängigkeit. Leipzig bietet bereits verschiedene Möglichkeiten, beim Urban Gardening auf kleinen Flächen, alleine oder mit Gleichgesinnten eigenes Obst und Gemüse anzubauen, zu buddeln, zu harken und zu säen.

Gemeinschaftlich gärtnern in Leipzig

Im Leipziger Westen ist beispielsweise der Gemeinschaftsgarten anna-linde zu finden. Seit 2011 gestalten und bespielen hier Nachbarn, Freiwillige und Freunde eine 2000 Quadratmeter große Brachfläche hinter der Georg Maurer Bibliothek. In vielen Hochbeeten und mehreren Gewächshäusern werden Gemüse und Kräuter angebaut. An offenen Tagen bietet der Garten seitdem die Möglichkeit zum Gärtnern, Gestalten und Genießen. 

Im Lene Voigt Park entsteht derzeit ein neuer Gemeinschaftsgarten der Ortsgruppe Ost, der VAGaBUND Lene. Ganz nach dem Motto "Essbarer Osten" versucht der BUND Leipzig dort mitten in der Stadt ein Stück der Lebensmittelversorgung zurück in die eigenen Hände zu bringen. Der Garten soll die Tradition des Viele-Arten-Gartens des BUND in Connewitz weiterführen, dessen Fläche für einen Investor geräumt werden musste. 

Die Querbeet Fläche mit knapp 1000 Quadratmetern ist an der Neustädter Straße 20/Ludwigstraße zu finden, im Herzen von Neustadt-Neuschönefeld, direkt um die Ecke der Eisenbahnstraße. Hier können Interessierte Hochbeete als Pate oder im Eigenprojekt pflegen. 

Und an drei weiteren Standorten in Leipzig können Einheimische zu Hobbygärtenern werden: Am Kulkwitzer See, in Thekla und Liebertwolkwitz stehen Beete von „ernte mich“ zum Bepflanzen bereit. Interessierte können bereits online wählen, wie groß das eigene Mietbeet sein soll, welche Pflanzen in die Erde kommen und ob es selbst bepflanzt werden soll oder der Gärtner es lieber schon vorgepflanzt vorfinden will. 

Hier findet ihr mehr Informationen zu den Gemeinschaftsgärten in Leipzig:

 

von Pia Maack

Zurück