Local Heroes aus Essen und Trinken

Bild: Pia Maack

Was wäre Leipzig ohne all’ die tollen Menschen und Institutionen, die unsere Stadt so besonders machen? In jeder neuen ZeitPunkt-Ausgabe stellen wir euch einige dieser Local Heroes vor. Diesmal widmen wir uns der Rubrik ESSEN + TRINKEN.

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Konsum

Der Konsum gehört zu Leipzig wie die Spätis und die Kanäle. Die Konsum Leipzig eG versorgt mit ihren fast 1.000 Mitarbeitern täglich mehr als 45.000 Kunden mit frischen Lebensmitteln. Mehr als 60 Filialen zählt das Unternehmen, in dem der Fokus auf Frische und Regionalität liegt. Wie das Unternehmen verspricht, stammt rund ein Viertel des Sortiments aus der Region.

Bereits 1884 wurde der "Consum-Verein für Plagwitz und Umgegend“ gegründet und die erste Warenabgabestelle eröffnet. 1929 wurde dann das erste Kaufhaus am Lindenauer Markt in Betrieb genommen. Der Neuzugang unter den Konsum-Filialen hat dieses Jahr im Leipziger Westwerk an der Karl-Heine-Straße eröffnet. Der neue Markt zog damit an einen bedeutenden Ort in der Firmengeschichte des Supermarkts: nach Plagwitz. Immerhin wurde die Konsum-Genossenschaft vor 135 Jahren nur wenige Hundert Meter entfernt gegründet.

Funky Forelle

„Funky Forelle“ und „Pretty Pottwal“: Was erstmal wie die Namen von zwei Bewohnern eines Aquariums klingt, sind in Wahrheit Bier und Radler. Das erfrischende Gesöff im stylischen Look stammt direkt aus Leipzig. Besser gesagt von den beiden Wahl-Leipzigern Christoph und Louise. Mit Brauer & Co Leipzig haben sich die beiden einen Traum verwirklicht und schreiben nebenbei eine herrlich schöne Erfolgsgeschichte.

Christoph kam nach Leipzig und eröffnete eine Bar im Stadtteil Reudnitz. Der „Fischladen“ erinnerte mit seinem Namen daran, was früher in dem Treffpunkt einmal zu finden war. Der Halb-Däne war auf der Suche nach DEM Bier, das er seinen Gästen anbieten wollte. „ich wollte ein leichtes Bier, das sich gut trinken lässt“, schildert er seine Überlegungen: „Leicht und günstig sollte es sein“. Und dann: „Dank der Gastronomie lernte ich Louise kennen“, erinnert er sich. Mit ihr fand er nicht nur eine Partnerin für sein Leben, sondern auch dieses Vorhaben. „Gemeinsam mit einer Brauerei entwickelten wir die ‚Funky Forelle‘ - insgesamt 15 Sorten probierte ich, bis ich wusste, wie unser Bier schmecken soll.“ Drei Jahre ist es her, dass das Pils mit dem auffälligen Fisch auf dem Etikett erstmals über die Ladentheke ging. Mittlerweile zieht das Getränk seine Kreise. In vielen Gastronomiebetrieben der Stadt, bei der Supermarkt-Kette Konsum, bei Stadtfesten, in Spätis und an immer mehr Orten bekommen Leipziger die Eigenkreation zu Gesicht. Auch über die Stadtgrenzen hinaus wird das erfrischende Getränk bereits vertrieben. Und wer weiß, wohin die Forelle und der Pottwal noch schwimmen.

 

Durstexpress

Das Internet macht es möglich, dass wir theoretisch nicht mehr das Haus verlassen müssen. Innerhalb kürzester Zeit wird uns alles, was wir brauchen direkt zur Tür geliefert. Der neuste Trend: Getränke im Netz bestellen. In Leipzig steckt dahinter beispielsweise das Unternehmen Durstexpress. Die Mitarbeiter übernehmen das Kisten hochschleppen und gezahlt wird der Supermarkt-Preis. Seit November 2018 ist Durstexpress, das zur Radeberger-Gruppe gehört, in Leipzig unterwegs. Ob Wasser, Bier, Limo oder Saft, Kunden können im Online-Shop ihre Getränkelieferung auswählen. Wer auf dem Trockenen sitzt bekommt innerhalb von 120 Minuten nach der Bestellung die Getränke, verspricht der Anbieter. Das funktioniert in der Zeit von 9 Uhr morgens bis 21 Uhr abends. Praktisch: Das Leergut nimmt der Fahrer bei der Lieferung auch gleich mit.

Sternburg

Das Bier mit dem roten Deckel und dem weißen Stern ist Kult. Leipziger Bierliebhaber greifen nicht selten zu dem Gebräu aus ihrer Stadt, das für viele mehr als nur ein Bier ist. Die Sternburg Brauerei im Herzen von Leipzig wird von der Fangemeinde augenzwinkernd auch als „Sterniversum“ bezeichnet. 

Freiherr Maximilian Speck von Sternburg erwarb im Jahr 1822 die Brauerei in Lützschena bei Leipzig. Ab diesem Zeitpunkt war der Biermarke mit dem Stern ihr Name gegeben. Nach dem zweiten Weltkrieg ging die Sternburg Brauerei in Volkseigentum über.

Wer selbst mal hinter die Kulissen von Sternburg blicken will, kann bei einer Brauereiführung teilnehmen. Die zweistündige Führung, inklusive Produktprobe kostet acht Euro pro Person. Einmal im Jahr findet darüber hinaus das große Fanfest statt.

Vapiano

Wenn über dem Augustusplatz der Duft von frisch gebackener Pizza und hausgemachter frischer Pasta schwebt, kommt dieser höchst wahrscheinlich vom Vapiano. Seit 2009 finden Hungrige hier außerdem knackige Salate, Antipasti und Dolci. Diesen Sommer haben die zwei Etagen des Restaurants einen neuen Look bekommen. Ein Höhepunkt des neuen Designs sind die Holztafeln mit austauschbaren Tafelelementen und die sogenannte Green Wall, eine Wand aus echten Pflanzen und Kräutern. Hinzu kommt der 100-jährige Olivenbaum, der seinen Platz im Leipziger Vapiano gefunden hat. 

Eines ist dabei jedoch gleich geblieben: das „Fresh Casual Dining“-Konzept. An den offenen Kochstationen wird jedes Pastagericht, jede Pizza und jeder Salat individuell für den Gast und nach deren Wünschen zubereitet. Dieses Konzept ermöglicht dem Gast, dem Koch während der Zubereitung seine Vorlieben und Wünsche direkt mitzuteilen. Die Mitarbeiter von Vapiano sind übrigens die Vapianisti. Sie sind genauso weltweit zu finden wie die Vapiano-Filialen. 

von Pia Maack

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