Joseph Vogl: Das Gespenst des Kapitals

Frollein Warda liest...

Bild: diaphanes

Der Literatur- und Kulturwissenschaftler hat ein Essay über den modernen Finanzkapitalismus geschrieben.

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‚Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des’ ...Kapitals. Nein, das ist keine Drohung, kein Sarkasmus und auch nicht der Anfang eines politischen Pamphlets. Vielmehr handelt es sich um ein unterhaltsames und gleichsam tiefsinniges Essay, das den modernen Finanzkapitalismus aus geisteswissenschaftlicher Sicht radikal umdeutet und als Spuk entlarvt. Der Literatur- und Kulturwissenschaftler Joseph Vogl räumt in minutiöser Detailarbeit mit den tief in Gesellschaft und Wirtschaftswissenschaft verhafteten Glauben an die selbstregulierende und ausgleichende Gerechtigkeit des Kapitalismus auf.

Für sein quasi-religöses Verständnis prägt er einen eigenen Begriff: Oikodizee. Wie alles in der Welt habe aber auch dieser ein Ende und das ereigne sich gerade jetzt: Spätestens seit der Finanzkrise bröckeln die Legenden vom Kapital auf und legen die Chaoshaftigkeit seiner Praxis und Realitätsferne seiner Theorie frei. Zurück bleiben bloß Gespenster – künstlich und aufgebläht – die im Grunde nichts erklären oder verbessern, wie z.B. die jüngsten Ereignisse in Griechenland zeigen.

Autor: Prof. Dr. Joseph Vogl

Verlag: diaphanes

Titel: Das Gespenst des Kapitals

Seiten: 223

von Katharina Warda

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