Leipzigs Spätsommer

Bild: Pia Maack

Wenn die Luft nach Gerberas und Sonnenblumen duftet, wir uns abends auf dem Balkon in eine Decke einkuscheln und Kürbisgerichte auf allen Speisekarten Platz nehmen, ist der Spätsommer endgültig eingekehrt. Dass die kühlere Jahreszeit so langsam Einzug erhält, ist aber lange kein Grund sich auf dem Sofa zu verkriechen. Wir haben Ideen gesammelt, wie ihr den Spätsommer in Leipzig und Umgebung so richtig genießen könnt.

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In Weinlaune?

Schenkt euch ein! Das Weinanbaugebiet Saale-Unstrut blickt auf eine über 1000-jährige Weinbautradition zurück. Die Geschichte des Weinanbaus an der Unstrut beginnt mit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 998. Das gekrönte Haupt Kaiser Otto III. schenkte dem Kloster Memleben sieben Orte mit allem Land und Gut. Dazu gehörten auch Weinberge. Auch die großen Herrscher der damaligen Zeit sind alle eng mit der Geschichte Saale-Unstruts verknüpft.

Die vielen Burgen und Schlösser der Region zeugen auch heute noch von der hochherrschaftlichen Vergangenheit des Landes aus Wein und Stein und so geht es auch heute noch majestätisch zu im nördlichsten Qualitätsweinanbaugebiets Deutschlands. Wenn das kein Grund ist, diesem einen Besuch abzustatten! Ein guter Zeitpunkt ist der 6. bis 8. September, wenn das Winzerfest Freyburg in seiner Hand hat. Am Winzerfest-Sonntag stellt die Krönung der neuen Gebietsweinkönigin jedes Jahr einen Höhepunkt im Programm dar. Bereits ein halbes Jahrhundert liegt 2019 die Krönung der ersten Weinkönigin an Saale und Unstrut zurück. So laden die Winzer der Region in diesem Jahr unter dem Motto „Gekrönt und gekürt an Saale und Unstrut“ zum Winzerfest nach Freyburg ein. Für Unterhaltung sorgen verschiedene Bühnenprogramme, ein Mittelaltermarkt, ein Vergnügungspark, kulinarisch vielfältige Angebote und natürlich jede Menge Saale-Unstrut Wein.

Mehr Informationen gibt es online unter weinregion-saale-unstrut.de

Frisch vom Bauern

Her mit dem jungen Gemüse! Obst und Gemüse sind bereit, gepflückt, vernascht oder verarbeitet zu werden. Wem selbst der Garten, die Zeit oder der grüne Daumen fehlt, kann auf Leipzigs Wochenmärkten direkt beim Händler kaufen. Dort gibt es neben pflückfrischem Obst und Gemüse, auch Brot, Käse, Wurst, Fisch und andere Leckereien aus erster Hand.

Ein Besuch ist der Leipziger Marktplatz dabei vom 27. September bis 6. Oktober absolut wert. In dieser Zeit laden die Leipziger Markttage mit dem Herbstanfang zu einem Bummel durch die Stadt ein. Über 100 Händler bieten ihre Ware an und feiern das Ende der Erntezeit. Aber auch Gastronomie und ein Unterhaltungsprogramm rund um die Marktbühne warten auf die Leipziger.

Mehr Informationen gibt es online unter: leipzig.de/markttage

 

Leipzigs Wochenmärkte 

Wer Abwechslung vom gewöhnlichen Supermarktangebot braucht, kann in Leipzig an vielen Tagen und an verschiedenen Orten zwischen den Ständen umherschlendern, probieren, entdecken und Beratung vom Fachmann bekommen:

  • Wochenmarkt in der  Innenstadt: Dienstag und Freitag von 9 bis 17 Uhr
  • Markt am Bayerischen Platz: Mittwoch und Freitag von 9 bis 17 Uhr 
  • Frischware am Lindenauer Markt: Mittwoch und Freitag von 9 bis 16 Uhr
  • Samstagsmarkt am Richard-Wagner-Platz: Samstag von 10 bis 16 Uhr

 

Kunst und Kultur gefällig?

In diesem Monat kommt Kunst und Kultur keineswegs zu kurz. Leipziger haben jetzt beispielsweise die Möglichkeit, die Passagen der Stadt einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Am 6. September findet nämlich das Passagenfest statt. Von 18 bis 24 Uhr können die Besucher in die zahlreichen Passagen und Höfe der City schlendern und ihre Stadt von einer anderen Seite begutachten. Neben der Shoppingmöglichkeit bis Mitternacht gibt es ein Programm aus Straßenkunst, Konzerten, Theater, Ausstellungen, gastronomischen Erlebnissen und Installationen. Dabei widmet sich jede Passage einem individuellen Thema. Die beteiligten Händler präsentieren zudem ihre Geschäfte in einzigartiger Atmosphäre.  

Am 7. September hingegen tummeln wir auf die Georg-Schumann-Straße. Dort gestalten Anwohner und Vereine mit Engagement und Künstlern ein Kunst- und Kulturevent der besonderen Art. Mit etwa 60 Ausstellungen vom Chausseehaus über Gohlis, Möckern bis nach Wahren und mehr als 180 Künstlern verwandelt sich die Magistrale für eine Nacht in die längste Kunstmeile Leipzigs. Man präsentiert sich gemeinsam im Straßenraum, in Hofeinfahrten, Gewerberäumen und Schulen und freut sich auf Gäste, die die zahlreichen Geschäfte der Magistrale erkunden, vielfältige Kunst genießen, ins Gespräch kommen und bei Musik und Aktionskunst einen schönen Spätsommerabend genießen.

 

von Pia Maack

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