Local Heroes aus Kunst und Kultur

Bild: Pia Maack

Was wäre Leipzig ohne all’ die tollen Menschen und Institutionen, die unsere Stadt so besonders machen? In den nächsten Monaten stellen wir euch in jeder neuen ZeitPunkt-Ausgabe einige dieser Local Heroes vor.

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Los geht es mit unvergleichlichen Einrichtungen aus dem Bereich KUNST + KULTUR. In Zukunft berichten wir außerdem von ganz besonderen Leipziger Unternehmen aus ESSEN + TRINKEN, MUSIK + PARTY, FAMILIE + FREIZEIT, SPORT + SPIEL, WELLNESS + BEAUTY und EVENTS + SHOW.

Kunstkraftwerk

Mit dem Kunstkraftwerk besitzt Leipzig einen außergewöhnlichen Kulturstandort. Das ehemalige Heizkraftwerk im Stadtteil Lindenau/Plagwitz hat sich in eine experimentelle Fabrik, ein Zentrum für zeitgenössische Kunst und Kultur, zeitgenössisches Design und Kommunikation verwandelt. Diverse Hallen und Räume im Kunstkraftwerk sorgen dafür, dass auf rund 2.300 Quadratmetern Nutzfläche für jeden Anlass der passende Rahmen geschaffen werden kann. Es gibt Raum und Räume für Ausstellungen, Kunstprojekte, Meetings, Multimediashows, Symposien und Workshops. Erlebnisgastronomie, ein kleines Museum und die Vermietung für private Events gehören ebenso zum Konzept wie Konzerte und Theateraufführungen. 

Gerade erleben Besucher einen neuen Blick auf alte Meister. Die Ausstellung  „Leonardo da Vinci- Raffael- Michelangelo. Giganten der Renaissance“ nimmt Staunende mit zu den Fresken von Michelangelo aus der Sixtinischen Kapelle, an den Abendmahltisch von da Vinci, oder lässt sie in Raffaels Madonnen Augen schauen. Mehr Informationen gibt es online unter kunstkraftwerk-leipzig.com.

 

Bild: Angelina Perke

Krystallpalast-Varieté

1882 eröffnete der Leipziger "Krystallpalast" – das erste, größte und berühmteste Varietétheater der Stadt. . Der Krystallpalast galt als größte Vergnügungsstätte Deutschlands. Es folgten allerdings Rückschläge und Zerstörung. 1994 wurde das heutige Leipziger "Krystallpalast-Varieté" gegründet, am 17. November das neue Haus eröffnet: Das Krystallpalast Varieté ist 54 Jahre nach seiner Zerstörung wieder auferstanden und bereichert seit dem das Abendprogramm der Bewohner und Gäste. 

Ab 1. August sehen diese die Show QBoom! Rhythm & Varieté". Dabei klirren Weingläser, Flaschen ploppen im Rhythmus und Keulen werden zu Trommelstöcken. Kurz gesagt Musik wird zu Artistik und ebenso umgekehrt. Als besonderer Leckerbissen kommt zum ersten Mal der deutsche Beatbox-Meister ins Leipziger Varieté und spielt sich mit Glasharfenspielern und Musik-Comedians die Bälle zu.

 

Bild: Krystallpalast-Varieté

Theater der Jungen Welt

Das älteste Kinder- und Jugendtheater Deutschlands ist mit seinem alters- und spartenübergreifenden Programm ein Ort der Vielfalt und das Stadttheater für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien in Leipzig. Für seine Arbeit wurde das Theater der Jungen Welt - kurz TdJW - mehrfach ausgezeichnet. So auch beispielsweise 2015 mit dem "Theaterpreis des Bundes", 2016 mit dem Preis des Sächsischen Theatertreffens für die Inszenierung "Crystal – Variationen über Rausch" und mit dem Sonderpreis des Sächsischen Förderpreises für Demokratie für die Inszenierung "Brennpunkt: X".

 Am 2. und 3. Juli können Theaterbesucher die Produktion "Norway.Today" im Kleinen Saal sehen. Darin lernen sich Julie und August in den anonymen Weiten des Internets kennen. Es ist ein Chatroom, in dem die beiden Teenager zueinander finden. Sie sind dort auf der Suche nach Gleichgesinnten, nach einer Form von Glück, nach echten Alternativen zu ihrer Realität. Schnell steht fest, dass sie die Sehnsucht nach dem selbstgewählten Tod teilen. Diese letzte Reise wollen sie gemeinsam machen. Dafür verabreden sie sich am Rand der Welt, in Norwegen. Doch mit dem Blick in den Abgrund entdecken sie etwas ganz und gar Ungeheuerliches: das Leben.

 

Bild: Angelina Perke

Grassimuseum

Das zwischen 1925 und 1929 errichtete Grassimuseum mit seinen drei eigenständigen Museen ist mit seinen begrünten Innenhöfen und dem parkähnlichen Johannisfriedhof ein Ort der Inspiration, der Ruhe und Entspannung im Herzen der Stadt. Besucher können dort das Museum für angewandte Kunst, das Museum für Völkerkunde und das Museum für Musikinstrumente besuchen. 

Historisches trifft auf Zeitgenössisches: Das Museum für angewandte Kunst zeigt wechselnde Ausstellungen zu Kunsthandwerk und Design, Fotografie und Architektur internationalen Ranges. Daneben ist die künstlerisch inszenierte Dauerausstellung zu finden. Diese hat die Schwerpunkte Jugendstil und Bauhaus. Im Museum für Völkerkunde gibt es vieles über das Leben, Glauben und Handeln in den verschiedenen Kulturen und Gesellschaften der Welt zu entdecken und das Museum für Musikinstrumente beherbergt eine der größten Musikinstrumentensammlungen der Welt. Im Klanglabor können Instrumente von den Besuchern selbst ausprobiert werden, darunter ein transparentes Klavier und ein Orgelmodell. 

An jedem ersten Mittwoch im Monat gibt es im Grassimuseum freien Eintritt. An dem Museumstag können Besucher kostenlos die Ausstellungen besuchen. Das Museum hat Dienstag bis Sonntag, sowie an Feiertagen von 10 bis18 Uhr geöffnet.

Bild: Uli Kuehnle

BeuteltierArt

Auf der Könneritzstraße 24 gibt es Kunst in Wohnzimmeratmosphäre. Bunt, gemütlich und verspielt ist die Galerie BeuteltierArt im Leipziger Stadtteil Schleußig. Besitzerin Susanne präsentiert und verkauft hier Gemälde, Fotografien und Drucke. Doch das Herzensprojekt der Wahlleipzigerin, das hier so gemütlich zum Verweilen und Träumen einlädt, ist alles andere als eine klassische Galerie: Weiße Wände, steriler Boden, riesige große Räume mit wenig  Inhalt – Fehlanzeige! Als die studierte Ingenieurin Susanne ihren Job verlor, war das kein Grund für sie ihren Kopf in den Sand zu stecken: "Es war die Chance, meinen Traum zu verwirklichen", erinnert sich die Galeristin. Die Idee für die Galerie mit außergewöhnlichem Konzept ist aus einen Hobby entsprungen: "Ich mochte Kunst schon immer, doch in Deutschen Galerien fühlte ich mich in der kühlen und sterilen Atmosphäre immer fehl am Platz – Kunst schien nur für eine Elite zu sein, nicht für Jeden", beschreibt Susanne. "Ich wollte einen nahbaren Ort für Kunsteinsteiger und ganz normale Menschen schaffen, wo es nur um das Werk und nicht den Lebenslauf des Künstlers geht." Außerdem legt die Sächsin Wert auf erschwingliche Preise: "Hier gibt es in jeder Preiskategorie etwas", so Susanne. 

von Pia Maack

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