„Die Prinzen“ zwischen Pauken und Trompeten

Die Oper Leipzig, das Gewandhausorchester und ein echtes Kulturgut

Die Prinzen:
Die Prinzen: "Kulturgut" aus Leipzig.

Bild: Pia Maack

Sie sind deutsches Kulturgut, ihre Musik ist Kult: „die Prinzen“. Bevor sie auf ihre große Tour gehen, statten sie der Stadt ihres Ursprungs einen Besuch ab. Immerhin verbindet sie mit Leipzig die prägende Zeit beim berühmten Thomanerchor. Wir waren bei dem ganz besonderen Konzert in der Leipziger Oper dabei.

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„Das ist vielleicht der Höhepunkt unser bisherigen Karriere“, sagt Sebastian Krumbiegel lächelnd. In der Stimme des „Prinzen“-Sängers lässt sich ein Hauch Stolz, aber auch Respekt, erahnen. Die Rede ist von zwei Konzerten in ihrer Heimat Leipzig.Diese Konzerte sind nicht gewöhnlich. Das hat mehrere Gründe. Zum einen ist es ein Heimspiel für „die Prinzen“. Für die ehemaligen Jungs des Thomanerchors hat Leipzig schon seit ihrer Schultage in der berühmten Institution eine besondere Bedeutung. Auch der Ort ihrer Auftritte macht dieses Event zur Herzensangelegenheit: „In der Oper Leipzig auftreten zu dürfen, ist eine ganz besondere Ehre“, versichert Krumbiegel. Zum anderen sind die Konzerte der Auftakt der großen „Prinzen“-Tour 2018. Auf diese Tour gehen die fünf Männer jedoch nicht alleine. Begleitet werden sie in den neun Städten von Leipzigs Sinfonie Orchester.  

 

Dass diese Freude nicht nur Gerede ist von Sebastian Krumbiegel und seinen Kollegen, wird klar als die Acapella-Band auf die Bühne tritt. Die Freude steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Hinter den Mikros von Tobias Künzel, Krumbiegel, Wolfgang Lenk, Jens Sembdner und Henrik Schmidt steht Professor Ulf Schirmer. Der Intendant der Oper Leipzig hat sein Orchester vor sich sitzen. Auch ein Chor unterstützt „die Prinzen“. Das Konzert beginnt mit einem Klassiker aus dem Jahr 2001: „Deutschland“. Die Instrumente des Orchester setzen ein, die Bandmitglieder geben Vollgas, das Publikum ist gefesselt - Gänsehautatmosphäre! Während der zwei Auftaktkonzerte in Leipzig beweisen die ehemaligen Thomaner, dass sie halten, was sie im Vorfeld versprochen haben. „Unser Publikum darf sich auf viele Klassiker freuen“, kündigte Tobias Kürzel an. Seit 26 Jahren treten die Männer gemeinsam als „die Prinzen“ auf. Sie lieben, was sie tun, das merkt man. „Für uns schließt sich jetzt ein Kreis“, erklärt Sänger Sebastian Krumbiegel. „Vor 30 Jahren sangen wir mit diesem Chor in der Thomaskirche Bach - jetzt stehen wir gemeinsam hier in der Oper und singen unsere eigenen Songs. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl.“ 

 

Dieses unbeschreibliche Gefühl merkt man auch im Publikum der ausverkauften Oper Leipzig als die Zuschauer nichts mehr auf den Sitzen hält. „Ihr seid der Wahnsinn“, ruft Krumbiegel in die Menge. Beim „Prinzen“-Hit „Millionär“ übertönt der Gesang der Meute das eigene Klatschen. In diesen Genuss kommen ab 28. Februar auch Fans in Dortmund, Hannover, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Essen, Dresden, München und Stuttgart. „Für uns ist es unfassbar toll, in so vielen tollen Locations in ganz Deutschland spielen zu dürfen“, so Krumbiegel. Ein ganz besonderes Highlight sei dabei der Auftritt in der frisch eröffneten Elbphilharmonie in Hamburg am 5. März. Die Tickets für dieses Konzert seien innerhalb von zwei Stunden ausverkauft gewesen. Pia Maack

 

Wer sich für die anderen Städte noch einen Platz sichern will, sollte sich beeilen. Tickets gibt es online unter eventim.de.

von Pia Maack

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