2020 grün begrüßen

Nachhaltig Silvester feiern

Bild:

Glitzerkonfetti, Plastikstrohhalme, Raketen - wenn wir das neue Jahr begrüßen, produzieren wir jede Menge Müll. Ist es nicht paradox, sich an Silvester unzählige Vorsätze zu überlegen, um sich in den bevorstehenden Monaten selbst zu optimieren, ohne dabei an eine Verbesserung des Moments zu denken? Wie wäre es also mal statt mit den üblichen Plänen, wie mit dem Rauchen aufzuhören, endlich mehr Joggen zu gehen oder kein Fleisch mehr zu essen, mal mit dem Silvesterfest anzufangen? Wir verraten euch die besten Tipps für die nachhaltige Neujahrs-Sause.

Anzeige

Wachs statt Blei

Statt zum klassischen Bleigießen, einfach mal zu Bienenwachs greifen. Blei ist ein giftiges Schwer­met­all, das die Umwelt belastet. Darüber hinaus sind die Dämpfe, die beim Schmelzen entste­hen, auch für uns nicht son­der­lich gesund. Eine gute Alternative ist Bienenwachs. Das geschmolzene Wachs ergibt eben­so so fan­tasievolle For­men, die von der Gruppe inter­pretiert wer­den kön­nen. Auch das Lesen von Kaf­feesatz ist eine gute Alter­na­tive zum Bleigießen.

Nein zum Feuerwerk

Das traditionelle Feuerwerk am Silvesterhimmel ist schon lange umstritten. Für die einen gehört es einfach dazu, für die anderen ist es pure Geldverschwendung. Zwar sehen die leuchtenden Farben in der dunklen Nacht schön aus, sie sind aber eine extreme Belastung für die Umwelt. So stoßen Feuerwerkskörper laut utopia.de fast ein Fünftel so viel Feinstaub aus, wie der Straßenverkehr in einem ganzen Jahr. Eine Möglichkeit ist, stattdessen auf den Balkon oder einem Hügel in der Nähe zu gehen und von dort aus Feuerwerk in der Nähe zu bestaunen. Wer nicht ganz auf Feuerwerk verzichten möchte, kann sich ja auf eine Glücksrakete beschränken. Dabei werden alle Wünsche für das neue Jahr auf einen Zettel geschrieben und an die Rakete gebunden. Dafür eignet sich alternativ übrigens auch eine Feuerschale. Auch Harzfackeln oder Wachsfackeln lassen euch das Feuer in der Silvesternacht nicht missen. 

Weg mit der Plastik-Deko

In Sachen Deko könnt ihr jede Menge tun, um eure Silvesterparty nachhaltig zu gestalten. Viel stilvoller und nebenbei auch noch gut für die Umwelt sind zum Beispiel die Alternativen zu Plastikstrohhalmen. Mittlerweile gibt es die Trinkröhrchen aus speziellem Glas, aus Bambus oder sogar aus Edelstahl. Außerdem sollte die Devise lauten: Mehrweg- oder Pappgeschirr statt Plastik. Wenn dein eigenes Geschirr nicht ausreicht, frage doch bei Nachbarn nach, ob du dir Sektgläser leihen kannst. Stoffservietten sind darüber hinaus eine spitzen Alternativlösung zu Papierservietten.  

Nachhaltig schlemmen

Auch beim Buffet lässt sich etwas Gutes tun. Wählt in diesem Jahr doch mal ein saisonales Festessen statt Berge von Fleisch. Lasst jeden eurer Gäste etwas mitbringen und gebt ihnen als Aufgabe mit, nur vegetarische Zutaten aus der Region zu verwenden. Überrasche sie als Dankeschön mit selbst gemachten Knabberkram. Stellst du selbst Chips aus Gemüse her, tust du nicht nur etwas für eure Gesundheit, sondern sparst auch jede Menge Verpackungsmüll. 

ZeitPunkt-Tipp: Alles Cäse

Käse ist immer eine gute Idee. Weichkäse, Frischkäse, Hartkäse, Schnittkäse und Edelschimmelkäse - sie alle und noch viel mehr gibt es seit August in der Theke von Christian Hallmann. Diese steht in der Leipziger Südvorstadt, genauer gesagt in der Arthur-Hoffmann-Straße 88 im Cäseladen. Christians Tipp für die Feiertage: Sternchen-Camembert, Raclette- und Fonduekäse dürfen über Weihnachten und Silvester in keinem Leipziger Kühlschrank fehlen. In seinem Sortiment hat der Käseliebhaber insgesamt viele Bio-Sorten, internationale Leckereien oder regionalen Käse. Der Inhaber des Cäseladens besorgt euch aber gerne euren Lieblingskäse, verspricht er. Wer einmal in dem Geschäft an der Kurt-Eisner-Straße ist, kann nicht nur verschiedene Käsesorten kaufen, sondern auch gleich noch frische Milch, Aufstriche oder einen guten Wein mitnehmen. 

Den Cäseladen hat Christian übrigens zu großen Teilen über Crowdfunding ins Leben gerufen. Der zugezogene Ruhrgebietler studierte einst Entwicklungspolitik und Ethnologie, bevor er als Käser auf den Reimehof in der Hersbrucker Alb arbeitete. Danach fand man ihn als Käser im Kanzleilehngut in Halsbrücke und auf dem Landgut Nemt bei Wurzen. Wir freuen uns, dass er nun Leckereien im Leipziger Süden unter die Leute bringt. Geöffnet hat der Cäseladen montags bis freitags von 9.30 Uhr bis 18 Uhr und am Samstag von 12 bis 18 Uhr.

von Pia Maack

Zurück