Leipzig zeigt wieder Courage

Gemeinsam mit Keimzeit und Clueso gegen Fremdenhass

Bild: © Pixel - Rausch.eu / Tino Weißbrodt

Am 30. April ist es wieder so weit: „Leipzig zeigt Courage“ geht in die 18. Runde und setzt gemeinsam mit Yellow Umbrella, Keimzeit und Clueso ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt. Für ein tolerantes und weltoffenes Leipzig. Jetzt erst recht.

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Ein paar hundert Legida-Anhänger streifen noch immer beinahe jeden Montag durch die Straßen und versammeln sich auf dem Augustusplatz. Auch wenn sich nach wie vor viele Gegendemonstranten gegen sie stark machen.
Nicht nur an diesen Tagen möchte man als Leipziger ein besonderes Zeichen gegen das Gedankengut von Legida und Co. setzen. Die nächste große Möglichkeit für einen friedlichen Protest bietet sich am 30. April zur 18. Auflage von „Leipzig. Courage zeigen“. Zum inzwischen 4. Mal findet das Festival mitten im Herzen der Heldenstadt statt, direkt auf dem Leipziger Marktplatz. Letztes Jahr fanden sich dort circa 8000 Menschen ein, um ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und für Zivilcourage zu setzen. Damals waren unter anderem Kettcar-Sänger Marcus Wiebusch, Turbostaat und Mutabor zur musikalischen Unterstützung angereist und sorgten für exzellente Stimmung beim Publikum. Dieses Jahr kann man den Klängen von Keimzeit und der Ska-Band Yellow Umbrella lauschen und dabei das ein oder andere Bierchen genießen. Und auch den geheimen Headliner kennen wir jetzt: Clueso gibt sich die Ehre und wird sicher für Begeisterungsstürme - insbesondere beim weiblichen Publikum - sorgen. Ab 16 Uhr darf lautstark gefeiert und getanzt werden - und das natürlich gratis, aber bestimmt nicht umsonst.

Bild: © Pixel - Rausch.eu / Tino Weißbrodt

Das Fest wird in Zusammenarbeit der Stadt und dem Leipzig.Courage e.V. auf die Beine gestellt. Jedes Jahr gelingt es, namenhafte Bands wie Silly, Mutabor oder die Prinzen auf die Bühne zu holen, die mit spektakulären Live-Auftritten zu begeistern wissen. Prinzensänger Sebastian Krumbiegel engagiert sich seit Jahren für das Jugendfestival und setzte während seines Auftritts ein Zeichen gegen Gewalt und Rassismus, indem er die große Anzahl an KonzertgängerInnen zum Antifaschismus aufrief.
Doch den interessierten Gästen wird nicht nur bekannte Band-Prominenz geboten: Als erfolgreichstes Jugendfestival in Leipzig gibt es außerdem jungen Bands die Chance, sich zu präsentieren. Die Musikrichtung ist dabei nicht ausschlaggebend, viel wichtiger ist die korrekte politische Message, die von den Künstlern präsentiert werden soll. Der Gewinner des Bandcontests bekommt eine professionelle CD-Produktion und darf selbst am 30. April auf der Bühne stehen.
Die Veranstalter hoffen erneut auf viele tolerante Teilnehmer, die durch ihre Anwesenheit wieder beweisen, dass Fremdenhass und rechtsradikales Gedankengut keinen Platz in Leipzig haben. Insbesondere im Licht der vergangenen Ereignisse um Legida bildet dieses Konzert einen wichtigen Punkt im Kampf gegen ausländerfeindliche Tendenzen und für ein weltoffenes Leipzig.

von Anne Grimmling

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