Fazit der Demo am Montag in Leipzig

Legida und NoLegida

Bild: © Auerbach Verlag

Die Kundgebung der Legida-Sympathisanten am Montag, den 31. August 2015, zog laut Polizei vier Gegenversammlungen mit sich. Der Großteil der NoLegida-Anhänger fand sich gegen 19 Uhr am Naturkundemuseum ein. Das kontrastierende Zusammentreffen blieb nicht ohne Zwischenfälle.

Anzeige

Oftmals versperrten die Gegendemonstranten den LEGIDA-Anhängern durch Sitzblockaden den Weg, wodurch die geplante Aufzugsroute der LEGIDA-Demonstranten geändert werden musste. Insgesamt verzeichnete die Polizei 27 Strafanzeigen. Darunter ein Flaschenwurf auf LEGIDA-Teilnehmer, sowie eine versuchte Körperverletzung durch einen LEGIDA-Anhänger, der laut Polizei daraufhin vorläufig festgenommen wurde.


Nach der Demo kam es im Waldstraßenviertel zu einem Übergriff auf einen 63-jährigen Dresdner. An seinem Auto wurden mehrere Scheiben eingeworfen, er selbst wurde mit Verdacht auf eine Schädelfraktur ins Krankenhaus eingeliefert. Laut Angaben der Polizei, hatte der Besitzer die Europlakette des Kennzeichens seines BMWs überklebt, dadurch wurde er wahrscheinlich als LEDIGA-Sympathisant wahrgenommen und angegriffen. Auch seine Begleiterin und ein Beamter erlitten leichte Verletzungen.


Die Zahl der Teilnehmer an den Gegenveranstaltungen wird laut dem Soziologen Stephan Poppe (Uni Leipzig) auf 2600 geschätzt, die Zahl der LEGIDA-Demonstranten hingegen auf ca. 600-800.

von Franziska-Julia Behringer

Zurück