Die Vielfalt des Leipziger Auwalds

Ausflugfstipp des Monats

Bild: Pia Maack

Es ist die grüne Lunge Leipzigs und gehört zu der Stadt wie die Karli und der Cossi: der Auwald. Das Auengebiet erstreckt sich über die riesige Fläche von Zwenkau im Süden bis hin zur nordwestlichen Grenze Sachsens. Keine Frage also, dass der Auwald mehr als einen Besuch wert ist - hier gibt es immer wieder Neues zu entdecken oder einen dir bisher unbekannten Ort zum Entspannen.

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Leipzigs grüne Lunge

Etwa ein Drittel des Leipziger Auwalds ist derzeit mit Wald bedeckt. Parks und Grünanlagen stellen eine Verbindung zwischen diesen Teilen dar und lassen das grüne Band des Auwaldes über das Rosental und den Clara Zetkin- und Johannapark bis an die Innenstadt heranreichen. Unser Stadtwald ist damit eines der wichtigsten Erholungsgebiete für die Leipziger. Kein Wunder also, dass sich über die Jahre ein Netz von Wander-, Rad- und Reitwegen und verschiedenen Einrichtungen entwickelt hat. Unterhaltung bietet aber auch die Vielfalt der Lebensräume mit ihrer reichhaltigen Flora und Fauna. Wohin also beim Ausflug in den Auwald?

Ein beliebtes Ziel ist der Rosental-Park. Dieser ist ist ein 118 Hektar großer Teil des nördlichen Leipziger Auenwaldes. Es wird begrenzt durch den Elstermühlgraben im Süden, die Parthe im Norden und den Zoo im Osten. Neben Spielplätzen und jeder Menge Platz, um auf Wiesen zu picknicken, spielen oder von einer Decke aus in den Himmel zu schauen, gibt es hier einen Grillplatz, einen Blindenpark und das „Schaufenster“ zum Zoo, von wo aus Parkbesucher Zebras und Giraffen beobachten können. Den besten Ausblick über das Rosental und darüber hinaus bietet der sogenannte Wackelturm. Seinem Spitznamen macht er alle Ehre, denn er schwingt bei Wind etwas mit. Die Aussicht ist das mulmige Gefühl allerdings wert. Man hat einen 360-Grad-Ausblick über die Leipziger Innenstadt, das Stadion, Gohlis und den grünen Gürtel der Stadt.

Luftige Höhen

A Propos Ausblick - davon gibt es jede Menge im Auwald. So auch der Fockeberg in der Leipziger Südvorstadt. Beim Aufstieg auf den grün bewachsenen Fockeberg würde man nicht erwarten, dass diese Erhebung keine natürliche, sondern aus ehemals Bauschutt entstanden ist. Bei einem zehnminütigen Fußweg kann man den Gipfel erklimmen und dabei die Natur und Waldluft mitten in der Stadt genießen. Oben angekommen werden Fußgänger, Radfahrer, Jogger, Hundebesitzer und Co. mit einer phantastischen Aussicht auf Leipzig belohnt. 

Auch die Bistumshöhe ist nicht nur ein sehr architektonisch ausgefallener Aussichtsturm, er bietet auch einmalige Ausblicke. Im Süden Leipzigs warten 180 Stufen direkt am Cospudener See darauf, erklommen zu werden. Wer es schafft, hat nicht nur einen wunderschönen Blick auf die Seenlandschaft und die dahinterliegende Skyline von Leipzig, sondern auch auf das Treiben der Achterbahnen im Freizeitpark Belantis. Wer Höhenangst hat, könnte hier auf die Probe gestellt werden. Durch die Gitterstufen des Turms sieht man zu jeder Zeit den Boden unter seinen Füßen in 35 Metern Höhe.

Wild, wilder Wildpark

Einen Ausflug auf dem Boden ist auch der Wildpark wert, der sich mitten im Auwald befindet. Die Tierparkanlage am südlichen Stadtrand von Leipzig liegt im Stadtteil Connewitz. Dieses Auwaldgebiet ist stolze 42 Hektar groß und beherbergt etwa 25 Tierarten mit circa 250 Tiere. Hier gibt es Vierbeiner, die in Mitteleuropa in der freien Wildbahn vorkommen, zum Beispiel Reh-, Schwarz- und Rotwild, aber auch Füchse, den Luchs oder Elch. 

Täglich können sich Besucher im Leipziger Wildpark von 9 bis 19 Uhr unter die Tiere mischen. Zu erreichen ist der Wildpark am besten bei einem Spaziergang oder einer Fahrt mit dem Fahrrad. 

Mehr Informationen gibt es online unter wildparkverein-leipzig.de.

Die Natur auf ganz neue Weise entdecken

Bei diesem Ausflug in die Natur gehört das Smartphone ausnahmsweise mal ganz nach oben in den Rucksack. Mit einer App haben Naturfreunde nämlich die Möglichkeit, den Auwald auf eine ganz besondere Art zu erkunden. Die Auwald-Erlebispfad-App führt Nutzer über GPS zu 13 Stationen. Dort warten Hörgeschichten, Fotos, Videos und Quizfragen zum Auwald und seinen Bewohnern. Insgesamt zwanzig Bäume erzählen dabei alles über ihre Herkunft, Besonderheiten und Erkennungsmerkmale. Es gibt spannende Details aus dem Leben des Eisvogels oder blubbernde Rufe des Moorfrosches zu hören. Auf der multimedialen Entdeckungstour erfahrt ihr auch, wie Schmetterlinge im Ameisenbau überwintern. Die Anwendung gibt es kostenlos für iOS und Android.

von Pia Maack

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