Von der Polizistin zum Social-Media-Star

Adrienne Koleszár

Bild: Instagram, Adrienne Koleszár

Adrienne Koleszár ist eigentlich Polizistin. Eigentlich. Denn momentan ist die 34-Jährige freiwillig beurlaubt. Sie widmet sich gerade Vollzeit ihrem Influencer-Leben.

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Normalerweise schlüpft Adrienne täglich in ihre Uniform und kommt ihren Pflichten als Beamtin nach. Dafür hat sie allerdings jetzt gerade keine Zeit. Immerhin ist sie Sachsens erfolgreichste Instagrammerin. Im Januar will sie jedoch wieder im Dienste der Gerechtigkeit auf Sachsens Straßen unterwegs sein. Aber wie kam es überhaupt zu dieser Pause vom Dienst? 

Die einstige Bodybuilderin hat über 500.000 Follower bei Instagram. Ausschlaggebend für einen rasanten Zuwachs an Followern war ein Foto, das sie von sich in Uniform postete: „Dass das Foto um die Welt gehen würde, hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht gedacht.“ Presse in unzähligen Ländern berichteten über die „Heißeste Polizistin Deutschlands“ oder den „Sexy Cop“.   

Das bescherte der Blondine Kooperationen mit Unternehmen, die mittlerweile ihren Lebensunterhalt bezahlen, wenn Adrienne ein Produkt auf ihrem Kanal bewirbt. Die junge Polizistin, die ihren Körper gerne freizügig im Internet präsentiert, hat dazu eine klare Meinung: „Ich muss absolut hinter etwas stehen, damit ich dafür bei meinen Followern werbe.“ Wie sie mit ihrem Instagram-Account verdient, will sie nicht verraten. 

Scrollt man durch den Social-Media-Kanal der Dresdenerin, sieht man sie an den unterschiedlichsten Orten der Welt. Oft in Leggins und Sport-BH im Fitnessstudio, mal im Bikini an Stränden Mexikos oder nur von einer Avocado bedeckt in Dresden. Eins ist Adrienne dabei wichtig: „Ich bin mir meiner Vorbild-Pflicht durchaus bewusst und will meinen Followern zeigen, dass all’ die Perfektion und Makellosigkeit in der Instagramwelt nicht real ist“. Die sportliche Frau zeigt sich deshalb immer wieder ungeschminkt, redet von ihren Hautproblemen und macht jungen Menschen Mut, so zu sein wie man ist.

Bild: Instagram, Adrienne Koleszár

5 Tipps von Adrienne Koleszar: So klappt es mit dem Influencer-Dasein

Authentizität & Alleinstellungsmerkmal 

Im Instagram-Dschungel der Influencer und Influencerinnen hat nur Erfolg, wer authentisch bei seinen Followern und Followerinnen ankommt. Jemand, der Ecken und Kanten hat, bei dem auch mal etwas schief läuft und wo es auch mal schlechte Tage gibt, kommt besser an als eine makellos scheinende Person. Warum? Die Instagrammer sind nahbarer, wenn wie genau wie „du und ich“ sind. Denn: Wer ist schon perfekt? Und damit die Followerzahlen auch kräftig in die Höhe schießen: „Sucht euch euer Alleinstellungsmerkmal“,rät Adrienne Koleszar.

Schöne Fotos & ein einheitliches Konzept 

Zum Bearbeiten ihrer Fotos benutzt Profi-Influencerin Adrienne Koleszar das Programm Lightroom. Doch bevor es ans Bearbeiten geht, wird fotografiert. Sie  überlegt sich genau, wie das Foto aussehen soll. In diesem Prozess achtet sie darauf, dass das Foto von der Bildsprache, vom Motiv und der Caption - der Bildunterschrift - ihrem Stil treu bleibt und zum Instagramprofil passt. 

Die „richtigen“ Kooperationen  

Instagram ist für Firmen ein stark wachsendes Werbe-Medium. Influencer bekommen (im Idealfall) Geld dafür, dass sie ein Produkt in ihrem Account bewerben. Regelmäßig lehnt Arienne Kooperationen ab. Warum? „Wenn das zu bewerbende Produkt nicht zu mir passt, mache ich es nicht“, schildert die junge Frau und fügt hinzu: „Ich muss absolut hinter etwas stehen, damit ich dafür bei meinen Followern werbe.“ Außerdem müssen Influencer ganz genau hinschauen, was ihnen ein Unternehmen anbietet und wie lukrativ es im Zweifel wirklich ist. 

Interaktion 

„Es ist ja ein SOZIALES Netzwerk“, sagt die beurlaubte Polizistin Adrienne Koleszar und begründet so, warum für Influencer die Interaktion mit den Followern wichtig ist. „Ich kommentiere  und beantworte den ganzen Tag über immer wieder“, schildert sie. Die Fans müssen wissen, dass man da ist. Ob also Direktnachrichten, Kommentare unter eigenen Bildern und das Kommentieren anderer Fotos: Interaktion ist das A&O.

Netzwerk 

„Wir sind in Sachsen hinten dran“, stellt Adrienne fest und meint damit das (nicht) bestehende Netzwerk aus Influencern. Dabei ist es so wichtig sich auszutauschen, von einander zu profitieren und zu lernen, weiß sie aus eigener Erfahrung. "Das soll sich jetzt ändern“, sagt Michael Kunze, der Marketingleiter von Sachsenlotto. Dort hat man sich gedacht, den Grundstein für ein Netzwerk zu legen und ein Influencerevent ins Leben gerufen. Unter dem Motto #Glücksfluencer trafen sich Influencer aus Leipzig, Dresden und Chemnitz in der Frechen Elster im Leipziger Westen. Bei Cocktails wie „Glücksrakete“ oder „Jackpot“ lernten sich die jungen Instagrammer kennen, tauschten sich aus und redeten über Glück. Da durfte die erfolgreichste sächsische Influencerin natürlich nicht fehlen. Stargast des Abends war Adrienne Koleszar, die in einem Vortrag den Anwesenden von ihrer Geschichte erzählte und mit Tipps versorgte.  

von Pia Maack

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