Wellenreiten auf dem Markkleeberger See

Die stehende Welle im Kanupark Markkleeberg

Bild: Pia Maack

Um auf dem Surfbrett eine Welle zu reiten, muss es nicht immer die Atlantikküste, Bali oder Hawaii sein. Es reicht durchaus aus, an den Stadtrand von Leipzig zu fahren, um in Urlaubsstimmung zu kommen. Am Ufer des Markkleeberger Sees, im Kanupark Markkleeberg, gibt es eine stehende Welle. Wir haben den Surfspot für euch getestet.

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Während sich bis zu neun Mitfahrer in jeweils einem von vielen Schlauchbooten auf der Raftingstrecke durch die Strömung manövrieren, kann sich Versuchskanninchen Cornelius noch nicht vorstellen, gleich eine Welle zu reiten. Das Wasser spritzt und die Insassen jauchzen, doch wo der Surfspot sein soll, herrscht gähnende Leere zwischen massiven Steinmauern. Surflehrer Leo erklärt trotzdem schon mal, was es zu beachten gibt, wenn es gleich auf die Bretter geht. Ein Signalton erklingt und wenige Sekunden später tosen Wassermassen durch den Kanal, wo nicht selten Profi-Kajakfahrer trainieren. "8000 Liter pro Sekunde bringen unsere Pumpen aus dem See in Richtung Surfspot“, erklärt Christoph Kirsten, der Leiter des Kanuparks.

"Zu Beginn hilft euch noch eine Eisenstange, auf der Welle zu stehen", erklärt Leo. Cornelius hat sein Brett in der Hand. Er setzt sich an die Kante des Stegs, legt es auf die Welle. "Stellt den hinteren Fuß soweit wie möglich nach hinten", versucht der Surflehrer gegen den Lärm der Wassermassen anzuschreien. Der erste Versuch unseres Testers endet ziemlich schnell im Wasser. Getragen von der Strömung und der Schwimmweste kommt er aus dem Nass. Bald schafft es der Anfänger dann an der Eisenstange auf der Welle zu surfen. Nach 20 Minuten nimmt Leo die Stange weg. Nun ist es gar nicht mehr so einfach, die Balance auf dem strömenden Wasser zu halten: "Ich muss mein ganzes Gewicht auf das hintere Bein verlagern", beschreibt Cornelius. "Bin ich nur ein bisschen unaufmerksam, taucht die Spitze des Boards ins Wasser und ich falle." Immer wieder versucht er es und nach gerade einmal 45 Minuten Surfunterricht steht er die Welle über eine Minute lang. Übermütig winkt er den Zuschauern zu. Als der Signalton erneut ertönt, müssen Leos Surfschüler den Spot verlassen und die Wassermassen werden weniger. "Das macht einen riesigen Spaß“, resümiert der Leipziger Neu-Surfling. Er ist sich sicher: "Das mache ich auf jeden Fall nochmal."

Wasser marsch!

Im Kanupark Markleeberg könnt ihr nicht nur auf der stehenden Welle surfen. Auf einem Kanal kann auch Wildwasserrafting ausprobiert werden. Ebenso aufs Bodyboard oder ins Kajak können sich Besucher der Anlage im Süden des Markkleeberger Sees wagen. Mehr Informationen gibt es online unter kanupark-markkleeberg.com.

von Pia Maack

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